Der heutige Pendlerparkplatz wird bekanntlich zur anderen Seite des Bahnhofs verlagert und dann mit Ärztehaus und Gewerbebetrieben bebaut. © www.blossey.eu
Annabergstraße

Neues Gewerbe seitlich des Halterner Bahnhofs – Wohnen ausgeschlossen

Das Umfeld des Halterner Bahnhofs wird sich weiter verändern. Entlang der Annabergstraße entstehen Ärztehaus und Gewerbebetriebe. Interessenten stehen schon parat.

Nach dem fast vollendeten barrierefreien Umbau des Bahnhofs will die Stadt nun auch das Umfeld neu gestalten. Dazu stellt sie für den Bereich zwischen Bahnhofsvorplatz und dem Ende des heutigen Pendlerparkplatzes einen Bebauungsplan auf. Auf diesem 2,2 Hektar großen Areal soll sich nach Auskunft von Stadtplaner Ingo Stapperfenne möglichst schnell Gewerbe entwickeln. Eigentümerin ist die Flächenentwicklungsgesellschaft (FEG) als hundertprozentige Tochter der Stadtwerke Haltern.

Neun Interessenten stehen schon auf der Bewerberliste, erklärte Ingo Stapperfenne im Stadtentwicklungsausschuss. Stadt und FEG haben einen hohen Gestaltungsanspruch, deshalb wird es einen Wettbewerb und auch Workshops geben. „Das Konzept soll den Bahnhofsstandort langfristig stärken, marktfähig machen und sich gut in das Umfeld mit Gewerbe- und Wohnnutzung integrieren“, betonte Stapperfenne.

Im neuen Baugebiet entstehen keine Wohnungen

Die FEG stellt einen Teil der Fläche für ein Facharztzentrum mit weiteren Angeboten aus dem Gesundheitssektor zur Verfügung. Eine entsprechende Interessenabfrage hat die Gesellschaft bereits gestartet. Auch hier gelten hohe Ansprüche. „Die exponierte Lage in unmittelbarer Nachbarschaft zum Bahnhof erfordert aus unserer Sicht ein attraktives Gebäude, das bei Besuchern und Durchreisenden Eindruck hinterlässt“, sagte Stadtwerke-Sprecher Thomas Liedtke schon vor Wochen.

Aufgrund der wenigen Möglichkeiten, neue Gewerbestandorte in Haltern zu entwickeln – bei gleichzeitig hoher Nachfrage – bietet sich nach Ansicht von Stadt und FEG diese Fläche an der Annabergstraße an. Wegen der hohen Lärmimmissionen sollen keine Wohnungen gebaut werden.

Der Klimaschutz spielte eine große Rolle

Die künftige Planung sieht vor, die derzeitigen Fahrradstellplätze durch einen Parkturm oder ein Parkhaus für Fahrräder zu ersetzen sowie zusätzlich Bügel, Boxen mit oder ohne Überdachung im weiteren Bahnhofsumfeld aufzustellen. Hier werden Lösungen im Rahmen des Verkehrskonzeptes gesucht.

Angrenzend sind zwei oder drei Gewerbeeinheiten geplant, insbesondere für Arztpraxen und medizin-nahe Dienstleistungen. Im weiteren Bereich des Areals bietet die FEG Gewerbeflächen in der Größe zwischen 1000 und 2000 Quadratmetern an. „In diesem neuen Gebiet spielen Belange des Klimaschutzes eine besondere Rolle“, betonte Ingo Stapperfenne. So wird zwischen Bebauung und Bahngleisen ein begrünter Rad- und Gehweg angelegt, außerdem werden verkehrsintensive Betriebe bei der Vergabe der Grundstücke nicht berücksichtigt. Das diene auch dem Schutz der Schülerinnen und Schüler des benachbarten Schulzentrums.

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Elisabeth Schrief

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