Neues Konzept nimmt Patienten den Schmerz

im St. Sixtus-Hospital

"Heute muss und sollte kein Mensch mehr klaglos Schmerzen ertragen“, raten Cornelia Branse und Ingo Meyer, beides ausgebildeten Fachpflegekräfte für Anästhesie, die ihre Zusatzausbildung „Pain Nurse“ abgeschlossen haben.

HALTERN

von Von Elke Rüdiger

, 13.04.2011, 14:50 Uhr / Lesedauer: 1 min

Aus den Ergebnissen wurde das Konzept zum Akutschmerzdienst entwickelt: „Pain Service“. Damit arbeitet das Krankenhaus seit einem halben Jahr. Cornelia Branse und Ingo Meyer besuchen morgens die Patienten, die nach einer Operation mit einem Schmerzkatheter oder einer Schmerzpumpe versorgt werden, nehmen den Verbandswechsel vor, begutachten die Einstichstelle und kontrollieren die Lage des Katheters, erfragen die Schmerz-Intensität. „Schmerz ist subjektiv. Was der eine problemlos wegsteckt, ist für einen anderen unerträglich“, erklärt Dr. Markus Reidt.

Die Patienten beurteilen das Schmerzmanagement durchschnittlich mit 1,8: Die große Angst vor den Schmerzen werde ihnen genommen, nach der OP sind sie weitgehend beschwerdefrei, sie kommen schnell wieder auf die Beine, denn Krankengymnasten können früh mit der Mobilisierung beginnen. Der enge Kontakt mit dem Team des Akutschmerzdienstes entlastet das Pflegepersonal auf den Stationen, bei Bedarf ist Cornelia Branse oder Ingo Meyer innerhalb weniger Minuten am Bett der Patienten. Die Operateure freuen sich über einen schnelleren Behandlungserfolg und weniger postoperative Komplikationen. Auf den Lorbeeren will sich niemand ausruhen, sind sich Krankenhaus-Direktor Werner Buthmann und Chefarzt Dr. Reidt einig: Ingo Meyer und Cornelia Branse absolvieren Fortbildungen, in denen Kinder und ältere Patienten im Mittelpunkt stehen. Das Sixtus-Hospital will ein Ultraschallgerät anschaffen, um den Schmerzkatheder noch sicherer, schneller und genauer zu platzieren.  

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