In diesem Sommer können zwei Erstklässler aus Ahsen nach Flaesheim, weil diese dort bereits ein Geschwisterkind in der Schule haben. © (A) Benjamin Glöckner
Grundschule Flaesheim/Hullern

Neues Schuljahr: Nur Ahsener Geschwisterkinder können nach Flaesheim

Seit Schließung der eigenen Grundschule besuchen Ahsener Kinder auch die Heideschule in Flaesheim. Im kommenden Schuljahr können dort aber nur zwei Geschwisterkinder aufgenommen werden.

Um auch künftigen Erstklässlern aus Datteln-Ahsen eine Einschulung in Haltern-Flaesheim zu ermöglichen, hatten sich Halterns Bürgermeister Andreas Stegemann und Dattelns Bürgermeister André Dora zuletzt eingesetzt. Am Ende erzielten sie einen Teilerfolg.

Seit der Schließung der Ahsener Grundschule im Jahre 2013 fahren pro Jahr in der Regel zwischen fünf und zehn Ahsener Kinder zum Unterricht nach Flaesheim. Auch für das Schuljahr 2021/22 sollten sechs I-Dötze aus Datteln-Ahsen auf Wunsch ihrer Eltern die Grundschule in Flaesheim besuchen. Das Problem: Für die beiden Standorte der Heideschule in Flaesheim und Hullern liegen 51 Anmeldungen vor – 34 für Flaesheim, 17 für Hullern. In beiden Ortsteilen soll jeweils eine Eingangsklasse gebildet werden. 57 Kinder wären erforderlich, um drei Klassen bilden zu dürfen.

„Mindestanzahl an Anmeldungen für zwei Eingangsklassen nicht erreicht“

Nun haben die Bürgermeister mit Landrat Bodo Klimpel und Schulrätin Marita Wrocklage gesprochen. Ergebnis: In diesem Sommer können zwei Erstklässler aus Ahsen nach Flaesheim, weil diese dort bereits ein Geschwisterkind in der Schule haben. „Darüber hinaus können am Standort Flaesheim keine weiteren Ahsener Kinder im kommenden Schuljahr angenommen werden, weil dort die Mindestanzahl an Anmeldungen für zwei Eingangsklassen nicht erreicht wird, so die Schulrätin“, teilte die Pressestelle der Stadt Haltern am Montag mit.

Das werde voraussichtlich ab 2022 wieder anders, denn dann gibt es so viele Sechsjährige, so dass die Zweizügigkeit in Flaesheim zustande kommen wird. Für die nächsten Jahre sagen die Schulentwicklungspläne der Städte Haltern und Datteln aus, dass die Zahl der Grundschüler wächst.

„Für die Ahsener Kinder, die jetzt nicht nach Flaesheim können, besteht die Möglichkeit, entweder in Hullern oder Datteln eingeschult zu werden“, heißt es in der Mitteilung der Stadt. Die Grundschule Hullern dürfte für die betroffenen Ahsener Familien jedoch keine Alternative darstellen.

Die Direktverbindung zwischen Datteln-Ahsen und Haltern-Hullern existiert wegen der fehlenden Lippebrücke nicht mehr und die Busverbindung nach Hullern wäre für die kleinen Kinder sehr beschwerlich. Die Fahrtzeit beträgt mehr als eine Stunde und die Kinder müssten umsteigen.

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Redaktion Haltern
1982 in Haltern geboren. Nach Stationen beim NRW-Lokalfunk, beim Regionalfernsehen und bei der BILD-Zeitung Westfalen 2010 das Studium im Bereich Journalismus & PR an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen erfolgreich beendet. Sportlich eher schwarz-gelb als blau-weiß orientiert. Waschechter Lokalpatriot und leidenschaftlicher Angler. Motto: Eine demokratische Öffentlichkeit braucht guten Journalismus.
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Daniel Winkelkotte

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