Neues Wohnprojekt in Haltern: Planungen zum Wohnen mit mehreren Generationen gehen voran

mlzWohnen in Haltern

Der Verein „Buntes Wohnen Haltern“ plant ein Wohnprojekt für mehrere Generationen in Haltern. Bei einem Vortrag informierte Micha Fedrowitz von der Wohnbund Beratung über Rahmenbedingungen.

Haltern

, 08.10.2019, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Idee entstand vor einem Jahr, inzwischen wurde ein Verein gegründet und die Planungen beginnen: Der Verein „Buntes Wohnen Haltern“ möchte ein nachbarschaftliches Gemeinschafts-Wohnprojekt für mehrere Generationen realisieren. Am Montagabend informierte Micha Fedrowitz von der Wohnbund Beratung aus Bochum über die Rahmenbedingungen solcher Projekte.

Sein Vortrag im Alten Rathaus war der Auftakt einer Reihe mit weiteren Infoveranstaltungen zum Thema, die der Verein gemeinsam mit der VHS realisiert. Die Wohnbund-Beratung GmbH besteht aus zehn fächerübergreifenden Experten, die unter anderem solche Wohnprojekte und Vorhaben begleiten.

Neues Wohnprojekt in Haltern: Planungen zum Wohnen mit mehreren Generationen gehen voran

Micha Fedrowitz von der Wohnbund-Beratung GmbH informierte über Möglichkeiten gemeinschaftlichen Wohnens, Anke Verhoeven, 1. Vorsitzende des Vereins Buntes Wohnen Haltern, gab einen Überblick über den aktuellen Stand der Planungen. © Foto: Jürgen Wolter

Fedrowitz skizzierte die Überlegungen, die meistens am Anfang eines gemeinschaftlichen Wohnprojekts stehen: Wie will ich im Alter leben? Wie kann ich möglichst lange selbstbestimmt leben? Wie gelingt es, gemeinschaftlich mit Menschen unterschiedlicher Altersgruppen zusammen zu wohnen?

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„Es gibt unterschiedliche Wohnziele“, so Fedrowitz in Haltern. „Für die einen spielen eher das altersgerechte Wohnen und auch der Pflegeaspekt eine Rolle, für andere steht der Wunsch im Vordergrund, mit verschiedenen Altersgruppen und Lebensgemeinschaften zusammen zu wohnen.“

Nach der Initiierungsphase stehe als nächstes die Planungsphase an, so Fedrowitz. In diesem Übergang befinden sich zurzeit die 14 Mitglieder des Vereins „Buntes Wohnen“. „Wir diskutieren gerade die möglichen Wohnformen, die Finanzierung, die Frage, ob wir eine Genossenschaft gründen oder nach einem Investor suchen sollen“, so Vorsitzende Anke Verhoeven.

„Danach waren wir optimistischer als vorher.“

Der Verein hat sich im Bauausschuss der Stadt vorgestellt. „Die Resonanz war durch alle Fraktionen positiv“, so Anke Verhoeven. Auch ein Gespräch mit Baudezernentin Dr. Andrea Rüdiger sei ermutigend verlaufen. „Danach waren wir optimistischer als vorher“, so Verhoeven.

Schwierig wird die Suche nach einem passenden Grundstück. Zur Frage, ob eine Genossenschaft gegründet werden soll, informiert sich der Verein am 8. November um 18 Uhr im Josefshaus auf einer öffentlichen Sitzung, zu der Gäste willkommen sind. Dann berichtet Michael Ricken, Vorsitzender der LiNa-Genossenschaft, über das Genossenschaftsmodell.

„Wir sind noch in der Findungsphase und freuen uns über weitere Interessenten, die mitmachen wollen“, sagt Anke Verhoeven. Informationen erhalten Interessenten über die Mailadresse info@bunteswohnenhaltern.de. Dort sollte man sich auch für die Infositzung am 8. November anmelden.

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