Noch keine Grippewelle in Haltern

Gefüllte Wartezimmer

11.000 bestätigte Grippefälle gab es bundesweit vor einer Woche. In Haltern hat die Grippewelle bis jetzt aber noch nicht massiv um sich gegriffen. Die Wartezimmer bei den örtlichen Hausärzten sind trotzdem häufig gut gefüllt.

HALTERN

, 17.02.2015, 17:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Noch keine Grippewelle in Haltern

Alarmierend viele Grippefälle gibt es in Haltern noch nicht.

„Gerappelt voll“ sei es in ihrer Gemeinschaftspraxis, fasst Hausärztin Beate Michel den derzeitigen Zustand zusammen. Oft litten die Patienten unter heftigem Husten und Schnupfen. Bei einigen Patienten geht die Ärztin aber auch von einer richtigen Grippe aus. „Und ich fürchte, dass die Fälle noch mehr werden. Das fängt ja jetzt erst an.“

Das befürchtet auch Sebastian Kratzmann, Leiter des Kindergartens St. Laurentius II. „Momentan ist die Lage ganz gut. Wenige Kinder und Erzieher sind krank. Aber das kann ja noch kommen. Wir müssen abwarten.“ Auch im Anne-Frank-Kindergarten und im DRK-Kindergarten in Lippramsdorf ist die Lage bisher entspannt.

Keine Alarmstimmung

In den meisten Halterner Grundschulen lösen die Krankmeldungen bislang noch keine Alarmstimmung aus. „Wir haben einen leicht erhöhten Krankenstand, aber noch ist die Lage ganz ok“, sagt Hans Hatebur, Schulleiter der Grundschule Sythen/Lavesum.

Auch an der Marienschule gibt es keine gravierenden Krankenstände und an der Grundschule in Hullern will man von einer Grippewelle auch nicht reden. „Es gibt Einzelfälle, die ganz normal sind“, sagt Schulleiter Antonius Bielefeld.

Mehrbelastung

Bei den weiterführenden Schulen stellt sich die Situation unterschiedlich dar. Während an der Joseph-Hennewig-Schule laut Schulleiterin Dagmar Perret „alles im Lot“ sei und sich auch am Joseph-König-Gymnasium kein erhöhter Krankheitsstand abzeichne, sei man an der Alexander-Lebenstein-Realschule durch erkrankte Lehrer mit dem Vertretungsplan bereits am Anschlag, so Thomas Sohn, stellvertretender Schulleiter. „Das ist eine erhebliche Mehrbelastung für die nicht kranken Kollegen.“ Auch manche Schüler hätten sich schon wegen eines grippalen Infektes krank gemeldet.

Einige der mehr als 400 Mitarbeiter der Stadt seien zwar derzeit krank gemeldet. „Aber es gibt keinen erhöhten Krankenstand“, gibt Stadtsprecher Georg Bockey Entwarnung.  

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