Die Situation im Sixtus-Hospital hat sich wieder entspannt. Das Haus kehrt zum Normalbetrieb zurück. © Kevin Kindel
Corona-Pandemie

Normalbetrieb im Sixtus-Hospital: „Hier ist es sicherer als im Supermarkt“

Aus Angst vor einer Infektion meiden viele Menschen Krankenhäuser. Auch das Sixtus-Hospital. Die Sorge sei unbegründet, heißt es. Und es sei gefährlich, Schmerz-Symptome nicht ernst zu nehmen.

Die Corona-Situation im Halterner Sixtus-Hospital hat sich wieder entspannt. Nach Auskunft von Dr. Peter Harding, Ärztlicher Direktor im Halterner Krankenhaus und Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Unfallchirurgie und Proktologie, können alle geplanten Operationen und Eingriffe weiterhin durchgeführt werden. Möglich sind demnach orthopädische, viszeralchirurgische und unfallchirurgische Operationen, kardiologischen Untersuchungen sowie geriatrische Behandlungen bis hin zu Magen-Darm-Spiegelungen.

„Wir passen sehr gut auf unsere Patienten auf.
„Wir passen sehr gut auf unsere Patienten auf“, sagt Dr. Peter Harding, Ärztlicher Direktor im St. Sixtus-Hospital Haltern und Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, Unfallchirurgie und Proktologie. © KKRN © KKRN

Während in der Vergangenheit vorübergehend elektive (planbare) Eingriffe hätten verschoben werden müssen, sei dies aktuell nicht der Fall. „In unseren Krankenhäusern bestehen keine Engpässe“, betonte Harding. Es herrsche wieder Normalbetrieb im Sixtus. Der ärztliche Direktor wies zugleich auf die im Vergleich zu anderen Kommunen des Kreises äußerst niedrigen Inzidenzwerte in Haltern hin.

„Wir passen sehr gut auf unsere Patienten auf“

Dennoch scheuen Patienten sich, das Krankenhaus aufzusuchen. Harding: „Viele Patienten meiden momentan generell Krankenhäuser, weil sie Sorge haben, sich zu infizieren. Dabei passen wir auf unsere Patienten sehr gut auf.“

In allen KKRN-Häusern gelten nach Auskunft des ärztlichen Direktors sehr hohe Sicherheitsstufen und Hygienestandards. „Hier ist es sicherer als im Supermarkt“, betonte er.

Dr. Peter Harding appellierte an die Bürger, ernsthafte Erkrankungen oder Symptome nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Vor allem bei starken Schmerz-Symptomen – beispielsweise Brust- und Bauchschmerzen – gelte es, vorsichtig zu sein.

Terminvereinbarung

Über die Sekretariate der jeweiligen Fachabteilungen können Patienten Sprechstunden-Termine vereinbaren, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Die entsprechenden Kontaktdaten können auf der Homepage des Klinikverbundes unter www.kkrn.de eingesehen oder über die Telefonnummer 02364 104-0 erfragt werden.

Auch in Zeiten der Pandemie solle man in solchen Fällen den Rettungsdienst unter Tel. 112 anrufen. Ebenso sei die Notaufnahme im Krankenhaus erste Anlaufstelle für Notfälle, wenn der Hausarzt nicht erreichbar ist.

Im vergangenen Jahr hatten die Mediziner des KKRN erstmals auf die Gefahr verschleppter Erkrankungen in Zeiten von Corona hingewiesen. Das könne mitunter lebensgefährlich enden, hieß es auch damals. Zu dem Zeitpunkt waren in den KKRN-Hospitälern insbesondere Notfälle von Menschen mit akuten Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie mit Anzeichen für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall stark zurückgegangen.

Über die Autorin
Redaktion Haltern
Geboren in Dülmen, Journalistin, seit 1992 im Medienhaus Lensing - von Münster (Münstersche Zeitung) über Dortmund (Mantelredaktion Ruhr Nachrichten) nach Haltern am See. Diplom-Pädagogin und überzeugte Münsterländerin. Begeistert sich für die Menschen und das Geschehen vor Ort.
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Ingrid Wielens

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