NRW-Grüne diskutieren beim ersten Waldkongress in Haltern über nachhaltige Waldwirtschaft

Waldkongress

Im Könzgenhaus versammelten sich am Mittwoch und Donnerstag über 100 Mitglieder von Bündnis90/Die Grünen, um über Waldbau in Zeiten des Klimawandels zu reden. Der Ort war bewusst gewählt.

Haltern

, 04.10.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
NRW-Grüne diskutieren beim ersten Waldkongress in Haltern über nachhaltige Waldwirtschaft

Mehr als 100 Parteimitglieder diskutierten beim Waldkongress der NRW-Grünen im Halterner Könzgenhaus über die Zukunft des Waldes. Im Bild Mona Neubaur (l.), Landesvorsitzende der NRW-Grünen, bei der Begrüßungsrede. © Ilka Bärwald

Auf Einladung der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Wald des Landesverbandes NRW drehte sich an zwei Tagen alles um den Wald. Erstmals veranstalteten die NRW-Grünen einen „Waldkongress“, und der sollte natürlich auch im Wald stattfinden, sagt Gregor Kaiser, Kongress-Organisator und Sprecher der LAG Wald. „Und da sind wir auf das Könzgenhaus in Haltern gekommen, das hat uns gut gefallen“, so Gregor Kaiser weiter. Über allem stehe die Frage, wie eine grüne Position vor dem Hintergrund der neuesten Klima-Entwicklungen über die nächsten 10 bis 15 Jahre aussehen könne, sagt Kaiser. Eingeladen waren neben Waldexperten, Waldbesitzern und „prominenten“ Grünen interessierte Parteimitglieder, die sich über das Thema miteinander austauschen wollten. Auf dem Programm stand neben Impulsvorträgen und Foren auch eine Waldführung.

NRW-Grüne diskutieren beim ersten Waldkongress in Haltern über nachhaltige Waldwirtschaft

Mona Neubaur, Landesvorsitzende der Grünen NRW, hielt die Begrüßungsrede beim Waldkongress von Bündnis90/Die Grünen im Könzgenhaus. © Ilka Bärwald

Harald Klingebiel, Förster beim Regionalverband Ruhr und Mitglied des Kreisverbandes der Grünen in Recklinghausen, warnte direkt zu Beginn, dass das, was man zurzeit mit der Fichte erlebe, nur ein Vorspiel im Rahmen des Klimawandels sei. Die Suche nach dem „klimagerechten Superbaum“ gestalte sich schwierig.

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„Der Wald kann den Klimawandel nicht stoppen, wohl aber abmildern“, betonte Mona Neubaur, Landesvorsitzende der NRW-Grünen, bei ihrer Begrüßungsrede. Er stehe daher im Fokus beim Kampf gegen die Klimakrise. Mit den Fichten verlören Wälder, wie zum Beispiel im Sauerland, einen Teil ihrer Identität. Zudem ginge die Arbeit von Generationen „vor die Hunde“, sagt Neubaur. Ungeklärt sei zudem, welcher Baum die Fichte als Rohstoff ersetzen könne. Naturnah und trotzdem rentabel müsse eine künftige Waldbewirtschaftung sein, Ökologie und Ökonomie miteinander zu verbinden, das sei die Aufgabe der Zukunft.

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