Nur ein Hobby: Der neue Hubertushof in der Granat öffnet immer sonntags sein Café

mlzHubertushof Lavesum

Gastronomisch war die Granat in Lavesum zur Wüste geworden. Nun sorgt das Unternehmerehepaar Justine und Frank Müller mit der Neueröffnung des Hubertushofes für eine zarte Wiederbelebung.

Lavesum

, 02.02.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es gibt Menschen, die sammeln in ihrer Freizeit Briefmarken oder schrauben an einem Oldtimer herum. Frank Müller öffnet sonntags das Café Hubertushof in der Granat und freut sich, wenn seine Gäste die schöne Atmosphäre genießen.

„Es ist ein Hobby“, sagt der Unternehmer. Sein Geld verdient er nicht in Lavesum. Eigentlich betreibt seine Familie Hotels, darunter beispielsweise seit sieben Jahren das Parkhotel in Marl. In der Welt ist Frank Müller durch seinen Beruf viel herumgekommen. Jetzt hat er mit seiner Frau Justine an der Granatstraße in Haltern Wurzeln geschlagen.

Vor eineinhalb Jahren erwarb er das Anwesen und wohnt heute in den ehemaligen Räumen der Gaststätte Hubertushof. Wo sich nun das Café mit seinem besonderen Flair befindet, waren früher die Hauswirtschaftsräume untergebracht.

Bei der Einrichtung viel Liebe zum Detail bewiesen

Die Idee, ein Café zu eröffnen, sei geboren, weil es in der Granat kein entsprechendes Angebot mehr gab. Nur Besucher des Wildparks und Reiterhofs in der Nachbarschaft verirrten sich an den Standort. Ansonsten sagten sich hier Fuchs und Hase „Gute Nacht“.

Bei der Umsetzung hat sich das Ehepaar Müller so richtig ins Zeug gelegt. „Halbe Sachen mag ich nicht. Wenn ich etwas mache, mache ich es richtig“, ließ Frank Müller beim Besuch der Halterner Zeitung schmunzelnd wissen.

Die neue Einrichtung wählte das Ehepaar Müller in Anlehnung an die Geschichte und den Namen des Hauses. So finden sich Bilder der Jagd wieder, die allerdings nicht altbacken und verstaubt wirken, sondern in modernem Kleid präsentiert werden. Naturmaterialien wie ein Holzboden aus Mooreiche runden das Ambiente ab.

Das Café wird gut angenommen

Erst seit wenigen Wochen in Betrieb, wird das Sonntagscafé in Lavesum bereits gut angenommen. „Im Sommer wird man auch draußen sitzen können“, kündigt Justine Müller an. Am vergangenen Sonntag folgten dem Besuch drei Buchungen für kleinere Events. Wer mit rund 25 Gästen eine standesamtliche Hochzeit, Kommunion oder einen Geburtstag feiern möchte, ist im neuen Hubertushof an der richtigen Adresse. Dann gibt es das Essen aus dem Parkhotel.

Ursprünglich hatte Frank Müller angedacht, auch den großen Saal auf dem Gelände für größere Feiern zu vermieten. Dieses Angebot habe sich allerdings als so fordernd und zeitintensiv herausgestellt, dass er sich wieder davon verabschiedete. Nur bei ganz besonderen Anlässen will Frank Müller künftig eine Ausnahme machen. Dazu gehörte beispielsweise kürzlich ein Treffen von Fans der Marke Porsche.

Wenn es sich andere am Sonntag auf dem eigenen Sofa gemütlich machen, öffnet er von 14 bis 18 Uhr wieder sein Café.

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