Barbara Kranz (l., Violine) und Steffi Budde (Akkordeon) sind das Duo Patatras! © Martin Hannemann
Kulturecke

Patatras! Steffi Budde und Barbara Kranz sind als Duo erfolgreich

Halterns Kulturszene ist vielfältig. In der Rubrik „Kulturecke“ geben wir lokalen Künstlern, Bands und Musikvereinen eine Plattform. Heute: Das Duo Patatras!

Das französische Wörtchen „patatras“ wird mit „Bums“ übersetzt. Es bedarf wohl keiner weiteren Erklärung, warum sich das Duo Barbara Kranz und Steffi Budde diesen Namen gegeben hat. Mit „Bums“ kommen sie daher und nicht nur musikalisch.

Als Steffi Budde gefragt wird, ob sie für unseren zur Verfügung steht, willigt sie mit großer Begeisterung ein. Sie stellt jedoch eine Bedingung. „Musikalisch gibt es mich nicht allein, sondern nur im Doppelpack mit Barbara“, erklärt sie. Wer die beiden Damen jemals auf der Bühne gesehen hat, der kann ihre Aussage gut verstehen. Hier haben sich zwei Menschen gesucht und gefunden, und zwar über die Musik hinaus.

Im Takt der Musik

Ein Zusammenspiel zwischen Geige und Akkordeon zu kreieren scheint ungewöhnlich. Wer den kreativen Klängen dieses Duos lauscht, wiegt sich jedoch schnell im Takt der Musik. Genau wie Steffi Budde ist Barbara Kranz ein „Halterner Mädchen“.

Aufgewachsen in der Stadt am See, erlernte sie in der Musikschule Haltern das Geige spielen. Nach dem Abitur war schnell klar, dass sie ihre Leidenschaft auch zum Beruf machen wollte. Sie begann ein Studium an der Musikhochschule Münster und ist inzwischen seit vielen Jahren als Geigenlehrerin an der Musikschule Haltern tätig. Ihren musikalischen Stil fand sie anfangs in der klassischen Musik, ehe sie die Lust an Irish Folk entdeckte.

Einen ähnlichen Weg schlug ihre Freundin Steffi ein. Jedoch galt ihre Liebe nicht den Kastenhalslauten, sie begeisterte sich schon als kleines Mädchen am Handzuginstrument, dem Akkordeon, und studierte nach dem Abitur an der Musikhochschule in Wuppertal. Musikalisch hat sie ein Faible für Irish Rock. Ihre Liebe zu ihrem Instrument gibt auch sie Tag für Tag an ihre Schülerinnen und Schüler weiter. Und für welche Musik steht dann Patatras!? „Es ist eine bunte Mischung aus traditionellen und neuen Klängen. Halt alles, was uns gefällt.“

Die beiden kennen musikalisch keine Grenzen. Haben sie doch schon seit 2008 gemeinsam in der Irish Folk Band Celtic Brew und seit 2013 in der Band Dancing Willow mitgewirkt. Vor drei Jahren hatten sie schließlich die Idee für Patatras!. „Erst waren es nur kleinere Auftritte auf Vernissagen oder Weihnachtsfeiern“, erzählt Barbara Kranz. „Und dann wurde es irgendwie immer mehr. Allein das Proben ist für uns immer wieder ein Erlebnis. Wir haben so viel Spaß dabei. Oft endet das Ganze in großem Gelächter“, berichtet Steffie Budde weiter.

Auf dem Künstlerhof in Lavesum

Um die unterschiedlichen musikalischen Stile so perfekt auf die Bühne zu bringen bedarf es einem hohen Maß an Fleiß und Kreativität. 2018 fand das erste Konzert auf dem Künstlerhof in Lavesum statt. Seitdem hat das Duo eingeschlagen. Es folgten viele Auftritte in ganz Deutschland. Von Arnsberg bis Bad Frankenhausen, von Elmstein in der Pfalz bis Burg Fürsteneck, überall waren sie gern gesehene musikalische Gäste. Eingebettet in das Ambiente klassischer Gebäude oder Burgen, findet ihre Musik den Zugang zu jedem einzelnem Zuhörer und löst stets Begeisterung aus.

2019 nahmen sie ihre erste CD auf. „Schneewittchen und die siebte Zwergin…“ heißt das Debütalbum, in dem die beiden Musikerinnen ihre Zuhörer mit auf eine Reise in eine märchenhafte Welt nehmen. Für 2021 plant das Duo eine kleine Konzerttour. „Es ist schade, dass Auftritte in diesem Jahr nicht richtig stattfinden konnten“, wirft Budde ein, „aber so ist das nun mal, und wenn wir alle gesund durch diese Zeit kommen, dann geht es mit vollem Elan wieder an neue Ideen und Projekte.“

Die beiden Damen lassen sich nicht unterkriegen. „Wir arbeiten an einem neuen Programm“, verrät Barbara Kranz. „Wir würden gerne Konzerte in absoluter Dunkelheit geben. Zum Beispiel in Höhlen. Nicht nur dass die Akustik in Höhlen eine ganz Besondere ist, viel mehr besinnt sich jeder einzelne Zuhörer nur auf ein einziges Sinnesorgan.“

Weitere Infos zum Duo unter unter: www.patatras.de

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