Pfarrei baut Friedhofshalle für Abschiedsfeiern um

"Ein Herzensprojekt"

Die alte Friedhofshalle auf dem katholischen Sixtus-Friedhof am Lippspieker ist seit wenigen Tagen mit einem Bauzaun abgeriegelt. Das hat einen guten Grund. „Wir bauen sie um, damit hier künftig kleine Abschiedsfeiern stattfinden können“, erklärte Dechant Martin Ahls im Gespräch mit der Halterner Zeitung. 100.000 Euro sind dafür im Etat der Pfarrgemeinde St. Sixtus eingeplant.

HALTERN

, 31.01.2016, 16:28 Uhr / Lesedauer: 1 min
Kreuz und Friedhofshalle sind prägende Elemente des Sixtus-Friedhofs.

Kreuz und Friedhofshalle sind prägende Elemente des Sixtus-Friedhofs.

Nach den Entwürfen des Halterner Architekten Thomas Krail entsteht durch eine geschickte Sanierung ein lichtdurchfluteter, barrierefreier Raum mit 30 Sitzplätzen. „Es ist ein Herzensprojekt“, sagt Dechant Martin Ahls. Die alte Halle präge wie auch das große Friedhofskreuz und die noch verbliebenen historischen Grabsteine den Charakter des Friedhofs. „Wir tun gut daran, sie zu erhalten.“

Neues Rundfenster in der Fassade

Gebaut wurde sie Ende des 19. Jahrhunderts, sie steht allerdings nicht unter Denkmalschutz. Früher war das kleine Gebäude eine Leichenhalle, in den letzten Jahren diente es nur noch als Abstellplatz für Friedhofsgeräte. Jetzt haben Handwerker damit begonnen, eine Trennwand und eine Zwischendecke einzureißen, außerdem werden Heizung, elektrische Leitungen und Rundbogenfenster erneuert. Vor Kopf der Halle wird nach den Architektenplänen ein neues Rundfenster in die Fassade gebrochen. Ende März sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Abschied in kleinem Rahmen

Ab dann ist es möglich, kleine und kleinste, christliche und nicht-konfessionelle Beerdigungsfeiern direkt auf dem Friedhof abzuhalten. Dechant Ahls: „Immer häufiger tragen Angehörige den Wunsch an uns heran, in kleinem Rahmen Abschied von ihrem Verstorbenen nehmen zu wollen.“ Mit der neugestalteten Friedhofshalle könne die Kirche diesem Anliegen gerecht werden. Schön und erhaltenswert wird die neue Optik sein, verspricht Ahls.

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