„Pfarrhaus-Bande“: Urteile werden wohl doch erst 2020 gefällt

mlzLandgericht Bochum

Im Prozess um die Pfarrhaus-Einbrüche in Haltern, Dortmund und Castrop-Rauxel sind die Urteile wohl noch ein Stückchen weiter in die Ferne gerückt. Einer der Gründe dafür ist ein trauriger.

Bochum/Haltern/Dortmund/Castrop-Rauxel

, 28.11.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Prozess gegen die drei mutmaßlichen Mitglieder einer Einbrecherbande, die auch in Pfarrhäusern in Haltern, Dortmund und Castrop-Rauxel auf Beutezug gegangen sein soll, ist von einer Todesmitteilung überschattet worden. Eine Frau, die die Verteidiger noch unbedingt als Zeugin hören wollten, ist inzwischen bereits verstorben, wie Richter Josef Große Feldhaus am Mittwoch mitteilte. Stattdessen soll nun noch ein Polizeibeamter befragt werden, der mit der angeblichen Augenzeugin bereits eine Vernehmung durchgeführt hatte.

Der zuletzt angepeilte Urteilstermin am 9. Dezember ist damit so gut wie vom Tisch. Wie es hieß, läuft nun alles darauf hinaus, dass erst 2020 die Urteile verkündet werden können.

Verteidiger sehen weiteren Aufklärungsbedarf

Nachdem die Staatsanwaltschaft Ende Oktober bereits Gefängnisstrafen von bis zu zwölf Jahren beantragt hatte, hatten die Verteidiger zuletzt weitere Beweisanträge gestellt. Sie sehen vor allem weiteren Aufklärungsbedarf bei dem mitangeklagten Überfall auf eine 84-jährige Hausbesitzerin in Mülheim an der Ruhr. Bei der inzwischen verstorbenen Zeugin hatte es sich um eine Nachbarin gehandelt.

Die Staatsanwaltschaft sieht die Angeklagten bei Einbruchscoups in Pfarrhäusern in Dortmund (St. Urbanus) und Castrop-Rauxel (St. Lambertus) als überführt an. Im Fall des Überfalls auf Pater James in St. Sixtus in Haltern dagegen nicht.

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