Photovoltaikanlage fängt Sonnenschein ein

Bautagebuch Teil V

"Es geht voran!" Das verkündete ein gut gelaunter Dirk Klaus am Montag. Der Grund: Die Photovoltaik-Anlage wurde auf dem Dach seines Hauses installiert. Für den Halterner nicht nur ökologisch die beste Lösung.

HALTERN

von Von Stephen Kraut

, 01.08.2011, 17:25 Uhr / Lesedauer: 2 min

"Nach etwa zwölf Jahren rentiert sich die Anschaffung", erläuterte Dirk Klaus. Angesichts einer Lebensdauer von rund 35 Jahren, wie Bodo Rohling, Chef der Firma "Eßling & Rohling", informierte, sei das ein überschaubarer Zeitraum. Die Firma von Bodo Rohling kümmerte sich um die Installation der Photovoltaikanlage. "Nachdem das Dach nun fertig gedeckt ist, kann die Anlage installiert werden", so Dirk Klaus. Dabei, freute er sich, liege man voll im Zeitplan.

Bis die Anlage auf dem Dach befestigt werden konnte, verging jedoch einige Zeit. "Es gibt große Unterschiede zwischen Photovoltaik-Modulen", sagte Dirk Klaus. "Und als Kunde kann man viel falsch machen." So sei beispielsweise nicht nur die Vorderseite wichtig, auch die Rückseite eines solchen Moduls müsse vor dem Kauf betrachtet werden. "Die Rückseite sollte weiß sein. Ist sie schwarz, speichert sie zusätzlich Energie und das ganze System wird richtig heiß." Der Rahmen müsse zudem präzise verarbeitet sein. "Sitzen die Teile nicht ganz gerade aneinander, verschiebt sich die Ausrichtung der gesamten Anlage", sagte Rohling.Zu Teilen made in Haltern

Stolz ist Hauseigentümer Dirk Klaus darauf, dass seine Anlage nicht nur zu 100 Prozent "Made in Germany" ist, sondern wahrscheinlich auch zu Teilen "Made in Haltern". "Das Quarzwerk in Sythen ist eines von nur zwei Werken in Deutschland, das Silizium liefert. Und da die Module nachweislich aus unserem Land kommen, ist die Chance, dass Haltern mit in die Produktion involviert war, groß." Ein Vorteil bei Produkten aus Deutschland, etwa gegenüber Waren aus Fernost: "Eine Garantie von zehn bis 20 Jahren auf die Module. Geht die Firma in der Zeit pleite, ist es leichter, seine Ansprüche hier geltend zu machen als in China", so Bodo Rohling.

Spezialanker an der Fassade

Neben der Photovoltaik-Anlage kam ein ganz neues Produkt in den letzten Tagen zum Einsatz: Spezielle "Anker" an der Fassade. Sie werden auf die Fassade geklebt, dann erst wird die Dämmung befestigt. So entsteht ebene Fläche, in der es möglichst keine Unterbrechungen gibt und damit auch weniger Wärmeverlust. Im Vergleich dazu wirkte die Umstellung der Rollläden auf elektrischen Betrieb wie ein nebensächlicher Handgriff, doch Dirk Klaus erklärte: "Bei Rollläden mit Handbetrieb entweicht so viel Wärme durch die Öffnung für das Seil. Ein Motor hilft da enorm." Auch auf die Details kommt es an.

 

 

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