Planungen zum Deichbau in Lippramsdorf werden vorangetrieben

LIPPRAMSDORF Zur Jahresmitte will der Lippeverband die Planfestellung für die neuen Deiche nördlich und südlich der Lippe beantragen. Umfangreiche Arbeitsgespräche mit dem Chemiepark sind nun abgeschlossen, so dass die Planungen vorangetrieben werden können.

von Von Elisabeth Schrief

, 03.03.2009, 17:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Planungen zum Deichbau in Lippramsdorf werden vorangetrieben

Der Lippedeich in Lippramsdorf.

Auf der Pressekonferenz am Montag in Marl hielt sich AV-Werksleiter Wolfram Zilligen sehr bedeckt. Natürlich werde die RAG für die Schäden, die sie verursacht habe, einstehen, nicht aber für die Retentionsflächen. „Wir führen konstruktive Gespräche mit dem Lippeverband und der Bezirksregierung“, erklärte Zilligen. Auf jeden Fall sei der Bau von neuen Deichen notwendig. Zusammen mit der Verlegung der Deiche ist eine Veränderung des Lippelaufs geplant. Die Lippe soll flacher und breiter werden. Etwa in Höhe von Lippramsdorf wird die zur Verfügung stehende Aue am breitesten sein. Deshalb ist in der Mitte der Lippe eine schmale Insel geplant (auf der aber kein Deich stehen bleibt).

Michael Steinbach beschreibt den zeitlichen Ablauf: „Zunächst bauen wir nördlich der Lippe im Schutz des alten Deiches einen neuen Deich, verfüllen dann das Hinterland und legen dort einen neuen Lippelauf an.“ Der alte Deich bleibt zunächst stehen, damit die Baustelle bei Hochwasser nicht absäuft.

Danach wird auch das Vorland des alten Deiches angehoben und die alte Lippetrasse durch das Vorland erhält einen flacheren Verlauf. Dabei wird Material umgeschichtet, aber zwischen dem alten und dem neuen Lippeverlauf steht noch teilweise der alte Deich. In der letzten Phase schließlich ist der alte Deich ganz abgetragen und zwischen den beiden Lippearmen ist eine flache Insel entstanden.

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