Softair-Waffen dürfen in der Öffentlichkeit nicht geführt werden. © Bundespolizei
Bahnhof Sythen

Polizei am Bahnhof Sythen: „Empfindliches Bußgeld“ nach Waffen-Alarm

Ein Zug, in dem zwei junge Männer mit Softairwaffen hantierten, ist von der Bundespolizei im Bahnhof Sythen ausgebremst worden. Das hat nun ein Nachspiel.

Zwei junge Männer (18/20), die am Montagmittag im RE42 in Richtung Münster mit Softair-Waffen hantiert hatten, müssen jetzt mit einem „empfindlichen Bußgeld“ rechnen. „Softairwaffen sehen täuschend echt aus und dürfen daher nicht im öffentlichen Bereich geführt werden“, erklärte auf Anfrage ein Sprecher der Bundespolizei. Im Privatbereich dürften sie dagegen benutzt werden.

Die beiden Männer aus Marl hatten die Softairwaffen in Haltern erworben. Zugpassagiere hatten das Bahnpersonal auf die täuschend echt aussehenden Waffen aufmerksam gemacht. Daraufhin wurde die Polizei alarmiert. Als die Bahn schließlich am Bahnhof Sythen anhielt, wartete bereits ein großes Polizeiaufgebot – unter anderem mit Maschinengewehren ausgerüstet – auf den Zug.

„Anscheinswaffe“ geführt

Die zwei jungen Männer haben laut Bundespolizei eine Ordnungswidrigkeit gemäß Paragraph 53 Absatz 21a des Waffengesetzes begangen. Dort heißt es: „Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig eine Anscheinswaffe […] führt.“ Dazu zählten in der Öffentlichkeit auch Softairwaffen, aber auch Hieb- und Stoßwaffen sowie „Messer mit einhändig feststellbarer Klinge oder Messer mit einer Klingenlänge von über 12 Zentimeter“.

Neben der Ordnungswidrigkeit müssen die beiden Männer auch mit einer Anzeige der Bahn rechnen. Diese werde wohl privat- und zivilrechtliche Schritte einleiten. Schließlich sei der Zugverkehr durch den Polizeieinsatz beeinträchtigt gewesen, ließ der Polizeisprecher wissen.

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Niklas Berkel

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