Polizei hat neue Erkenntnisse zum Schädelfund im Wesel-Datteln-Kanal

mlzSchädel

Die Polizei hat am Mittwoch neue Erkenntnisse zu dem menschlichen Schädel bekannt gegeben, der am 3. Juni in Hamm-Bossendorf im Wesel-Datteln-Kanal gefunden wurde.

Hamm-Bossendorf

, 22.07.2020, 12:49 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Nachricht sorgte für Aufregung in Haltern: Jugendliche hatten beim Tauchen im Wesel-Datteln-Kanal im Bereich der „Hammer Brücke“ in Hamm-Bossendorf einen menschlichen Schädel gefunden. Die Polizei schickte am darauf folgenden Tag Taucher, um nach weiteren Hinweisen zu suchen. Diese fanden aber nichts, was auf einen Zusammenhang mit dem Knochenfund schließen ließ.

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Gerichtsmedizinische Untersuchungen hätten nun ergeben, dass der Schädel wie bereits vermutet Jahrzehnte alt ist und wahrscheinlich seit bereits vielen Jahren im Wasser gelegen hat, wie Polizeisprecherin Annette Achenbach am Mittwoch auf Nachfrage mitteilte. Man gehe derzeit davon aus, dass der Schädel mindestens 30 bis 40 Jahre alt ist und vermutlich zu einer Jugendlichen mit asiatischen Wurzeln gehört. Hinweise auf ein Gewaltverbrechen hätten die Untersuchungen nicht ergeben.

Es sei derzeit noch völlig unklar, wie und wo der Schädel im Wasser gelandet ist. Durch Strömungen und den Schiffsverkehr sei es durchaus möglich, dass der Schädel an einer ganz anderen Stelle in den Kanal gekommen ist, so Annette Achenbach. Und es steht eben noch nicht fest, um wen es sich genau handeln könnte.

Die Polizei erhofft sich nach der Veröffentlichung dieser neuen Erkenntnisse nun Hilfe aus der Bevölkerung. Die bisher eingegangenen Hinweise auf einen in der Vergangenheit gefundenen Torso ohne Kopf oder einen Suizid wiesen allerdings auf Männer hin.

Wer Angaben machen kann, kann sich mit der Polizei in Verbindung setzen unter Tel. (0800) 2361111.

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Polizeiaktion am Wesel-Datteln-Kanal

Jugendliche hatten beim Baden im Wesel-Datteln-Kanal einen Schädel gefunden. Daraufhin suchten Polizeitaucher den Bereich rund um die Hammer Brücke ab.
04.06.2020
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Die Polizei sucht mit Tauchern nach weiteren menschlichen Überresten.© Benjamin Glöckner
An der Hammer Brücke fanden badende Jugendliche einen Schädel.© Elisabeth Schrief
Strudel und Luftblasen im Wasser zeigten an, wo der Taucher sich gerade befand.© Elisabeth Schrief
Der erste Taucher macht sich fertig für die Arbeit im Wesel-Datteln-Kanal.© Foto:Elisabeth Schrief
Die Taucher waren über Sicherheitsleinen mit den Kollegen am Ufer verbunden, außerdem halfen Leinen mit Gewichten bei der Suche und Orientierung unter Wasser.© Elisabeth Schrief
Der erste Taucher kehrt an Land zurück.© Foto:Elisabeth Schrief
Gut gearbeitet, aber nichts Wesentliches gefunden: Gut zwei Stunden suchten zwei Taucher den Wesel-Datteln-Kanal in Hamm-Bossendorf ab.© Foto:Elisabeth Schrief
Die Taucher waren froh über die gute Wasserqualität und die gute Sicht.© Foto:Elisabeth Schrief
Drei Schiffe konnten noch passieren, dann wurde der Kanal während des Tauchgangs gesperrt.© Foto:Elisabeth Schrief
Kollegen helfen einem der Taucher, wieder an Land zu kommen.© Foto:Elisabeth Schrief

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