Nach einem Schädelfund im Wesel-Datteln-Kanal ermittelte die Polizei. © Elisabeth Schrief
Schädel

Polizei hat neue Erkenntnisse zum Schädelfund im Wesel-Datteln-Kanal

Die Polizei hat am Mittwoch neue Erkenntnisse zu dem menschlichen Schädel bekannt gegeben, der am 3. Juni in Hamm-Bossendorf im Wesel-Datteln-Kanal gefunden wurde.

Die Nachricht sorgte für Aufregung in Haltern: Jugendliche hatten beim Tauchen im Wesel-Datteln-Kanal im Bereich der „Hammer Brücke“ in Hamm-Bossendorf einen menschlichen Schädel gefunden. Die Polizei schickte am darauf folgenden Tag Taucher, um nach weiteren Hinweisen zu suchen. Diese fanden aber nichts, was auf einen Zusammenhang mit dem Knochenfund schließen ließ.

Gerichtsmedizinische Untersuchungen hätten nun ergeben, dass der Schädel wie bereits vermutet Jahrzehnte alt ist und wahrscheinlich seit bereits vielen Jahren im Wasser gelegen hat, wie Polizeisprecherin Annette Achenbach am Mittwoch auf Nachfrage mitteilte. Man gehe derzeit davon aus, dass der Schädel mindestens 30 bis 40 Jahre alt ist und vermutlich zu einer Jugendlichen mit asiatischen Wurzeln gehört. Hinweise auf ein Gewaltverbrechen hätten die Untersuchungen nicht ergeben.

Es sei derzeit noch völlig unklar, wie und wo der Schädel im Wasser gelandet ist. Durch Strömungen und den Schiffsverkehr sei es durchaus möglich, dass der Schädel an einer ganz anderen Stelle in den Kanal gekommen ist, so Annette Achenbach. Und es steht eben noch nicht fest, um wen es sich genau handeln könnte.

Die Polizei erhofft sich nach der Veröffentlichung dieser neuen Erkenntnisse nun Hilfe aus der Bevölkerung. Die bisher eingegangenen Hinweise auf einen in der Vergangenheit gefundenen Torso ohne Kopf oder einen Suizid wiesen allerdings auf Männer hin.

Wer Angaben machen kann, kann sich mit der Polizei in Verbindung setzen unter Tel. (0800) 2361111.

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Polizeiaktion am Wesel-Datteln-Kanal

Über den Autor
Redaktion Haltern
Benjamin Glöckner hat Germanistik und Geschichte an der Universität Duisburg-Essen studiert. Für Lensing Media arbeitet er seit 2001. Er schrieb und fotografierte schon für die Lokalredaktionen Dortmund, Münster, Selm, Dorsten und Haltern.
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Benjamin Glöckner

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