Polizei ist zu viel mit Statistik beschäftigt

Verkehrsbericht 2010

"Muss so viel Arbeit in Statistik investiert werden?" Diese Frage stellte der Erste Beigeordnete Hans-Josef Böing im Bau- und Verkehrsausschuss, der sich mit dem Verkehrsbericht 2010 der Polizei beschäftigte.

HALTERN

von Von Berthold Fehmer

, 30.03.2011, 15:35 Uhr / Lesedauer: 1 min
Polizei ist zu viel mit Statistik beschäftigt

Das macht es laut Helmut Lampe vom Ordnungsamt schwierig, etwas gegen die gestiegene Anzahl von Unfällen mit Radfahrern zu tun. Kaiser versprach eine gesonderte Sitzung des Ausschusses zur „Fahrradfreundlichen Stadt“, vor der die Ausschussmitglieder selbst als Pedalritter die Radwege Halterns unter die Lupe nehmen. Falls es laut Polizei keine Unfallhäufungsstellen mehr gebe, schlussfolgerte Johannes Föcker (WGH), müsse man sich die Frage stellen, ob die Radarmessungen noch allesamt gerechtfertigt seien. „Hilft das noch an Stellen, die mal Häufungsstellen waren? Wir sollten alles tun, um dem Bürger nicht unnötig das Geld aus der Tasche zu ziehen.“

Damit rief er Protest hervor. Kaiser betonte, dass man keine Gesetzesverstöße legitimieren wolle. Es gebe keine Vorschrift, nach der nur an Unfallhäufungsstellen gemessen werden dürfe, sagte Lampe. Außerdem dienten viele Anlagen nur der Abschreckung. Die stationären Anlagen würden zudem einem drei- bis fünfjährigen Überprüfungs-Rhythmus unterzogen und dienen laut Paul Hochmann (SPD) auch zur Prävention.

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