Projekt rückt näher - Erste Ergebnisse im Forum

Neue Wohnformen im Alter

HALTERN 62 Halterner erschienen Mittwochabend im Rathaus zum Folgetermin der Reihe „Wohnformen im Alter“, den Mustafa Cetinkaya und Horst Hücking von der WohnBund-Beratung NRW leiteten. Im Laufe des Abends erwies sich die Zusammensetzung des Publikums allerdings als eher hinderlich.

von Von Elisabeth Schrief

, 22.10.2009, 10:36 Uhr / Lesedauer: 2 min
Horst Hücking (l.) und Mustafa Cetinkaya (r.) von der WohnBund-Beratung NRW ermittelten die Wohnwünsche von Halternern, die sich im Alter neue Formen des Zusammenlebens vorstellen können.

Horst Hücking (l.) und Mustafa Cetinkaya (r.) von der WohnBund-Beratung NRW ermittelten die Wohnwünsche von Halternern, die sich im Alter neue Formen des Zusammenlebens vorstellen können.

Im Laufe des Abends erwies sich die Zusammensetzung des Publikums allerdings als eher hinderlich. Denn es kamen nicht nur jene, die tatsächlich an einer Realisierung interessiert sind, sondern auch jene, die das erste Treffen versäumt hatten und allein auf Informationssuche waren.

Das passte ebenso wenig zum Konzept des Abends - nämlich dem Projekt näher zu rücken - wie das Kennenlern-Spiel mit dem Wollknäuel. Die Sympathie dafür erschöpfte sich schon nach kurzer Zeit. Ein dichtes Netz, das quer über die Stuhlreihen gespannt werden sollte, blieb als Folge sehr löchrig. Mustafa Cetinkayas Geduldsfaden schien zu reißen, er erzeugte kurzzeitig ein Reizklima, an der die Intention des Abends zu zerbrechen drohte.

Nach über zwei Stunden dann aber doch Ergebnisse. Vier Fragen gaben Hücking und Cetinkaya als Grundgerüst vor, um eine gemeinsame Arbeitsphase einzuleiten: Warum interessiere ich mich für ein Wohnprojekt, welche Besonderheiten sollte es haben, wann möchte ich einziehen und was möchte ich geben? Die Pinwand füllte sich mit aussagekräftigen Wünschen. Im Alter nicht allein sein, Zusammenhalt unter Gleichgesinnten erleben, auf kleinerem Raum selbstbestimmt den Alltag gestalten - das sind Beweggründe, sich für ein gemeinschaftliches Wohnen zu entscheiden.

Die Ansprüche an das Projekt sind verbunden mit guter Infrastruktur sowie mit ansprechender Architektur wahlweise in der Stadt oder in Sythen. Wenige wollen zeitnah einziehen, die meisten in fünf Jahren oder danach. Als persönliche Leistungen bieten sie Betreuung, handwerkliche Dienste oder Hilfe bei der Planung und Organisation des Hauses an. Bedürfnisse lassen sich nicht an einem Abend erfassen. Es gibt weitere Treffen, die nur noch offen sind für ernsthafte Interessenten. In kleinen Gruppen soll das Verfahren dann professionalisiert werden. Horst Hücking: „Nächstes Mal muss es mehr als Neugier sein.“ 

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