Raiffeisen stellt sich neu auf

Genossenschaft investiert Millionen

Der Raiffeisen-Markt gestaltet seinen „Auftritt“ im Gewerbepark Mersch innen und außen neu. „Dafür nehmen wir 1,5 Millionen Euro in die Hand“, nannte Geschäftsführer Günter Hessing das Investitionsvolumen. Dieser Einsatz optimiert die Abwicklung der Geschäfte, ist gleichzeitig auch ein Bekenntnis zum Standort Haltern.

HALTERN

, 06.03.2015, 18:14 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Raiffeisen an der Annabergstraße will erweitern, muss aber noch eine bestehende Halle abreißen.

Die Raiffeisen an der Annabergstraße will erweitern, muss aber noch eine bestehende Halle abreißen.

Die große Baumaßnahme beinhaltet die Modernisierung des Markteingangs und des Marktes selber, die Errichtung einer 900 Quadratmeter großen Halle für Baustoffe, die Erweiterung der Düngemittelhalle sowie eine neue Umschlagsanlage für Flüssigdünger.

Eine Halle, die zum Teil auf der alten Bahntrasse steht, wird abgerissen. Ende des Jahres sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein.

Kaufkraft binden

„Unser großes Problem ist, dass wir nicht mehr expandieren können. Deshalb müssen wir die vorhandenen Flächen optimal ausnutzen“, erklärt Günter Hessing. 1995 siedelte sich die 112 Jahre alte Raiffeisen Warengenossenschaft zentral an der Annabergstraße an.

Seither habe sich viel verändert. Nicht nur das Ausmaß von landwirtschaftlichen Schleppergespannen, die immer gigantischer werden und deshalb beim Rangieren auf dem Hof der Genossenschaft mehr Platz brauchen. Auch die Kundenansprüche wachsen.

Hofzahl nimmt ab

30 Millionen Euro Jahresumsatz macht das Unternehmen am Standort Haltern. Über ein Drittel des Umsatzes erwächst aus dem landwirtschaftlichen Geschäft. „Zwar nimmt die Zahl der Höfe in Haltern ab, die Betriebe aber wachsen immer weiter, entsprechend steigt auch der Umsatz“, sagt dazu Geschäftsführer Hessing.

Der Rest sind Privatkunden, die sich unter anderem beim Angebot aus den Sortimenten Tiernahrung und -zubehör, Garten, Arbeitsbekleidung, Reitsport, Werkzeuge und Aquaristik bedienen.

Innenstadtrelevante Ware

Im Ausschuss Stadtentwicklung und Umwelt am Donnerstagabend kritisierten Politiker, im Raiffeisen-Markt werde zu viel innenstadt-relevante Ware angeboten. Günter Hessing widerspricht: „Ich behaupte locker, dass wir die gesetzte Marke von zehn Prozent nicht überschreiten.“

Ganz entspannt sieht er ebenso die Eröffnung des Hagebaumarktes in direkter Nachbarschaft. „Alles, was an Kaufkraft in Haltern bleibt, ist positiv zu bewerten.“ Während des Leerstandes in den letzten Monaten habe die Kundenfrequenz im Gewerbepark Mersch deutlich abgenommen. „Ich betrachte den Baumarkt als sportlichen Anreiz für uns, Leistungen zu überdenken und nach zu justieren.“ 

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