Vermutlich ist der Unfall vom 23. Oktober auf ein illegales Autrorennen zurückzuführen. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft. © Guido Bludau
Ermittlungen dauern an

Raserunfall auf der A43: Fall liegt nun bei der Staatsanwaltschaft

Am 23. Oktober 2020 war es auf der A43 bei Lavesum zu einem schweren Unfall gekommen. Zuvor sollen sich zwei Autos ein Rennen geliefert haben. Der Fall liegt nun bei der Staatsanwaltschaft.

Zwei Menschen, ein 32-jähriger Audi R8-Fahrer und seine 30-jährige Beifahrerin (beide aus Mönchengladbach), hatten sich bei dem Unfall schwer verletzt, nachdem ihr Sportwagen zwischen den Anschlussstellen Haltern-Lavesum und Dülmen mit einem Ford Transit kollidiert war. Kurz darauf war der Verdacht aufgekommen, dass sich der Audi-Fahrer mit einem zunächst unbekannten BMW M3 ein Rennen geliefert haben könnte.

Zeugen hatten geschildert, dass der Audi-Fahrer rücksichtslos mit bis zu 200 Stundenkilometern über die Autobahn gerast sei. Zwischen den Fahrern der beiden Sportwagen soll es zudem zu wilden Überhol- und Abbremsmanövern gekommen sein. Die Autobahnpolizei Münster hatte daraufhin ihre Ermittlungen aufgenommen. Es wurden Zeugen vernommen. Auch den Fahrer des BMW konnten die Beamten ausfindig machen.

Polizeiliche Ermittlungen sind abgeschlossen

Nun sind die polizeilichen Ermittlungen abgeschlossen. Die Akten liegen mittlerweile bei der zuständigen Staatsanwaltschaft in Essen. Dort gibt man sich allerdings zum aktuellen Sachstand zugeknöpft. „In diesem Verfahren dauern die Ermittlungen an“, teilt Oberstaatsanwältin Anette Milk, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Essen, auf Anfrage mit. Zu „Zwischenergebnissen“ werde man sich nicht äußern. „Bitte haben Sie Verständnis“, heißt es weiter.

Nach Informationen unserer Zeitung hatte sich der Fahrer des Audi R8 schon kurz nach dem Unfall anwaltlichen Beistand genommen. Die Polizei hatte sein Fahrzeug zunächst sichergestellt und von einem speziell geschulten Sachverständigen unter die Lupe nehmen lassen, um so weitere Rückschlüsse und Erkenntnisse zum Unfallgeschehen zu erhalten. Auch am Unfallort selbst hatte die Polizei aufwendig zahlreiche Spuren gesichert. Die Fahrtrichtung Münster war für die Dauer der Unfallaufnahme für etwa fünf Stunden komplett gesperrt.

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Redaktion Haltern
1982 in Haltern geboren. Nach Stationen beim NRW-Lokalfunk, beim Regionalfernsehen und bei der BILD-Zeitung Westfalen 2010 das Studium im Bereich Journalismus & PR an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen erfolgreich beendet. Sportlich eher schwarz-gelb als blau-weiß orientiert. Waschechter Lokalpatriot und leidenschaftlicher Angler. Motto: Eine demokratische Öffentlichkeit braucht guten Journalismus.
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Daniel Winkelkotte

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