Rechte Band durfte nicht im Old Daddy auftreten

HALTERN Nachdem einer deutschen „Hooligan-Band“ ein Konzert in Essen untersagt wurde, entschied sie sich für das Old Daddy in Haltern. Betreiber, Polizei und Stadt machten ihr jedoch am späten Freitagnachmittag einen Strich durch die Rechnung.

von Halterner Zeitung

, 07.03.2009, 14:36 Uhr / Lesedauer: 1 min

Unsere Zeitung hatte am Nachmittag einen anonymen Hinweis erhalten und daraufhin den Bürgermeister informiert. Dort liefen die Drähte heiß: Bodo Klimpel nahm sofort Kontakt mit der Polizei auf, die versuchte, sich mit dem Betreiber des Old Daddy in Verbindung zu setzen. Am späten Nachmittag stand auf der Homepage der Diskothek: Das Old Daddy bleibt an diesem Wochenende geschlossen. Das geplante Konzert der so genannten Band „KC“ wurde untersagt.  „Wir sind auf alles vorbereitet“, erklärte die Pressestelle der Kreispolizeibehörde. Genügend Einsatzkräfte würden zur Verfügung stehen. Diese waren für das Konzert in Essen eingeplant, fuhren dann aber schnell nach Haltern. Bereits am frühen Abend positionierten sich einige Einsatzwagen vor der Diskothek. Auf der Homepage der Hooligan-Band stand zu diesem Zeitpunkt noch, dass sie auf jeden Fall auftreten würde. Eine Handynummer wurde als Infotelefon angegeben, der man ab 15 Uhr eine SMS schreiben konnte. Später wurde dieser Eintrag kommentarlos entfernt.

Am Abend konzentrierte sich die Aufmerksamkeit der Polizei auf den Halterner Bahnhof. Hier trafen immer mehr junge Fans der Band ein. Gleichzeitig hatten sich einige linke Aktivisten – vermutlich aus der Antifa-Bewegung – versammelt, so dass die Polizei gewaltsame Zusammenstöße befürchten musste. Die Taktik der Polizei erläuterte ein Sprecher der Einsatzkräfte: „Wir sprechen alle eintreffenden Konzertbesucher an und schicken sie gleich wieder nach Hause." Damit hatte sich die Lage am Freitag entspannt. Auch in der Nacht sei laut Auskunft der Leitstelle alles ruhig geblieben.

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