Von dieser Bank kann man sonst den Stausee sehen. Jetzt wächst dort der Mais in den Himmel. © Jürgen Wolter
Landwirtschaft

Riesige Maispflanzen sind der Hingucker auf Halterner Feldern

Durch den Wetter-Wechsel aus Sonne und Regen der vergangenen Monate erreicht der Mais in Haltern aktuell gigantische Höhen – mit gutem Potenzial für die Ernte.

Schaut man aktuell auf die Maisfelder in Haltern, so kommt man schnell ins Staunen. Die Pflanzen überragen mit ungefähr 3,50 Metern jeden Menschen mit Leichtigkeit. Die normale Größe des Mais liegt eigentlich bei knapp zwei Metern.

„Haltern bietet gute Voraussetzungen für das Maiswachstum“, sagt Kreislandwirt Georg Schulte-Althoff. „Ein gut befeuchteter Sandboden ist für die Pflanze ideal. Er braucht viel Wasser und Wärme.“ Durch das Wetter der letzten Wochen wurden für den Mais also perfekte Bedingungen geschaffen.

Das wechselhafte Wetter birgt aber auch Gefahren – „Unwetter wie Hagel oder Stürme würden dem Mais erheblich schaden, da nützt auch die enorme Höhe nichts“, warnt Schulte-Althoff.

Kreislandwirt wagt gute Ernte-Prognose

Trotz dieser Gefahr ist Schulte-Althoff zuversichtlich: „Wenn das Wetter so bleibt, wäre das für den Ertrag natürlich sehr gut. Allerdings können wir hier erst mal nur vom Massenertrag sprechen, also von der ganzen Pflanze, welche als Silomais verwendet wird. Um Genaueres über den Kolbenertrag zu erfahren, müssen wir noch etwas abwarten.“

Kreislandwirt Georg Schulte-Althoff sieht der Maisernte positiv entgegen. Silomais wird zum Beispiel zur Fütterung von Kühen verwendet.
Kreislandwirt Georg Schulte-Althoff sieht der Maisernte positiv entgegen. Silomais wird zum Beispiel zur Fütterung von Kühen verwendet. © Foto: Jürgen Wolter © Foto: Jürgen Wolter

Silomais wird für die Viehfütterung von Wiederkäuern wie Kühen, Rindern oder Schafen verwendet. Hierbei wird die gesamte Pflanze zerhäckselt und in Silos gelagert. Auch für die Energieaufbringung in Biogasanlagen kann dieser verwendet werden.

Für den Menschen sind jedoch nur die Maiskörner genießbar. Diese werden als ganze Kolben geerntet und dann in der Lebensmittelindustrie oder für die Fütterung von Schweinen und Geflügel verwendet. Neben der typischen Nutzung als ganze Maiskörner werden diese auch als Maisstärke verwendet. Dafür werden die Körner mehrere Tage in eine Kochsalzlösung gelegt, gemahlen und getrocknet.

Bald steht auch schon die Ernte an. Grundsätzlich wird in den Monaten September und Oktober geerntet. Wann genau, ist jedoch vom Zustand des Mais und von der Nutzung abhängig. Grundsätzlich gilt: Für die Futternutzung ist die Ernte früher angesetzt als für die reine Körnernutzung. „Für die Nutzung als Körnermais wird mehr Wasser verwendet“, erklärt Schulte-Althoff.

Haltern mit durchschnittlicher Maisanbau-Fläche

Neben Mais wird in Haltern auch viel Getreide angebaut. „Zwischen 30 und 35 Prozent der Feldfläche wird aktuell von Mais bewachsen, der Rest von Getreide. Damit liegt Haltern im regionalen Vergleich im Durchschnitt“, so der Kreislandwirt.

Die Halterner Maisfläche beläuft sich auf etwa 1500 Hektar. „Diese Fläche ist in den letzten Jahren konstant geblieben, da auch die Nachfrage danach konstant bleibt. Pro Hektar lassen sich ungefähr 50 Tonnen Mais ernten“, erklärt er.

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