Schloss-Förderverein erhält Rückendeckung vom Heimatverein Sythen

Neubau auf Schlossgelände

Der Förderverein Schloss Sythen hat sich gegen einen Erweiterungsbau auf den Grundmauern des abgerissenen Herrenhauses ausgesprochen. Die Bebauung im Innenhof der Anlage war vom potenziellen Investor des Projekts, dem Unternehmen "Gute Botschafter", ins Spiel gebracht worden. Zuletzt hatten auch die Denkmalschützer des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe dieser Lösung zugestimmt. Nun meldete sich der Vorstand des Heimatvereins Sythen zu Wort.

SYTHEN

, 19.02.2017, 16:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schloss-Förderverein erhält Rückendeckung vom Heimatverein Sythen

Marlies Salewski, Paul Schrör, Ulrich Döbber und Reinhard Schröer (v.l.) vom Heimatverein Sythen meldeten sich zu Schloss Sythen zu Wort.

Auch der Heimatverein ist gegen die Idee, die große Rasenfläche im Schlosshof zu bebauen. Das Team um die Vorsitzende Marlies Salewski befürchtet, dass die mit viel Liebe und unter enormen Anstrengungen erhaltenen Bauten des historischen Kleinods durch einen modernen Zweckbau im Herzen des Schlosshofes optisch an den Rand gedrängt werden könnten.

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"Ein neues Gebäude in dieser Dimension im Innenhof würde den Bestand in den Hintergrund treten lassen", sagte Reinhard Schröer. "Veranstaltungen für die Allgemeinheit wie der Krippenweg, der Bürgerbrunch oder auch der Eröffnungsabend beim Schützenfest wären infrage gestellt", beschrieb Paul Schrör eine weitere mögliche Folge aus Sicht des Heimatvereins. Dieser unterstützt deshalb den Vorschlag des Fördervereins Schloss Sythen, der sich als Alternative eine Bebauung auf den Grundrissen des ebenfalls abgerissenen Wirtschaftsgebäudes als Querriegel zum großen Saal auf der Ostseite des Geländes vorstellen kann. Bisher ist allerdings noch nicht klar, was die Denkmalschützer von dieser Variante halten.

Wie der Vorstand des Heimatvereins am Freitag bei einem Gespräch am Schloss Sythen betonte stehen auch andere Vereine in Sythen auf der Seite des Fördervereins. "Mit unserer Wortmeldung möchten wir deutlich machen, dass wir an einem Strang ziehen", erklärte Ulrich Döbber. 

Vertragliche Absicherung

Darüber hinaus erwartet der Heimatverein auch bei einer weniger dominanten Bebauung, dass die Bürgerinteressen vertraglich abgesichert werden. So könne es nicht sein, dass der Gewerbebetrieb "Gute Botschafter" Tagungen anberaumt und die Öffentlichkeit von dem Gelände ausschließt. Auch der Heimatverein Sythen sieht der weiteren politischen Diskussion mit Spannung entgegen. Der Vorstand setzt auf die Aussage von Bürgermeister Bodo Klimpel, der beim Neujahrsempfang der Schützen erklärt hatte, dass nicht über die Köpfe des Fördervereins und gegen die Interessen der Sythener Bürger entschieden werde.

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