Schmale Parkplätze: Das sagen Bürger und Stadt zur Situation in Haltern

mlzParkplätze

Über den Zustand der Parkplätze in Haltern gibt es unterschiedliche Meinungen. Die einen finden sie zu klein, die anderen sehen kein Problem. Wir haben mit Betroffenen und Stadt gesprochen.

Haltern

, 23.07.2019, 11:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hat Haltern zu kleine Parkplätze oder nicht? Auf unserer Facebook-Seite scheiden sich die Geister über den Zustand der Parkbuchten in der Seestadt.

Einige zählen eine Reihe von ihrer Meinung nach zu schmalen Parkplätzen auf - etwa die am Kaufpark an der Weseler Straße, an der Sparkasse, in der Tiefgarage an der Muttergottesstiege oder die Parkplätze am Lippspieker. Auch die Volksbank an der Merschstraße und die Parkbuchten an der Flaesheimer Straße werden benannt. Andere geben eher nicht sehr umsichtigen Autofahrern die Schuld an Parkproblemen.

Schrumpfende Parklücken oder riesige SUVs?

„Vielleicht kommt das Gefühl der ‚schrumpfenden‘ Parklücken von den riesigen, oftmals völlig sinnfrei gefahrenen SUV’s?!“, schreibt eine Nutzerin. „Das Problem sind manchmal die Leute, die nicht in der Lücke stehen, sondern schräg oder auf beziehungsweise über der Markierung“, schreibt ein weiterer. Andere sehen gar keine Parknot in Haltern. Wie Anika Stock.

Parken in Haltern

Das sagt das Ordnungsamt zu der Situation

Insgesamt herrsche in Haltern ein hoher Parkdruck, hatte uns Ordnungsamtsleiter Helmut Lampe Anfang Mai geschildert. Zwischen 2008 und 2018 sei die Zahl der Fahrzeuge, die es in Haltern gibt um 3436 auf 23.225 Fahrzeuge gestiegen.

„Ich kenne Städte, wo das viel schlimmer ist“, sagt die Halternerin. „Zum Beispiel Münster.“ Wenn Anika Stock in die Halterner Innenstadt geht, parkt sie oft an der Koeppstraße. „Und ansonsten auf den Parkplätzen der Lebensmittelläden. Da, wo man einkauft, finde ich, dass es da gut geregelt ist“, sagt Anika Stock. Mit Ausnahme des Kaufparks an der Weseler Straße.

„Da kommt nur gleichzeitig ein Auto drauf und eins runter“, weil die Zufahrt so schmal sei. Ansonsten, sagt die Halternerin, sei hier alles gut händelbar. Das Argument, SUVs versperrten die Parkplätze, versteht sie nicht. Schließlich würden die Autos generell immer größer. „Das hat auch mit Sicherheit zu tun. Heute setzt man sich nicht mehr in einen alten Ford Fiesta aus Blech.“

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„Wir versuchen, gerade bei Neuanlagen von Stellplätzen, die besagten 2,50 Meter zu erzielen“, sagt Stadtsprecher Georg Bockey. Beispiele seien neue Parkplätze in Sythen zwischen Mosskamp und Lehmbrakener Straße, die überwiegend 2,50 Meter breit seien, sowie die Parkplätze an der Borkenbergestraße in Hullern, die sich derzeit in Planung befinden. Gleichzeitig handele es sich bei den 2,50 Metern aber nur um eine Empfehlung der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV), so die Stadt.

„Der Bestand ist in Teilen nicht veränderbar“

„Der Bestand an Parkraum ist in Teilen nicht zu verändern, da Stellplätze z.B. im Verlauf einer Straße angelegt worden sind, bei welcher die Mindestdurchfahrtbreiten (3,50m, damit Rettungsfahrzeuge passieren können) zu beachten sind.“ Auf anderen Parkplätzen seien vorhandene Stellplätze neu markiert und dementsprechend verbreitert worden, so etwa am Musikschulparkplatz. „Wir berücksichtigen aber auch, dass jede Verbreiterung zu einer geringeren Gesamtstellplatzanzahl auf den Parkplätzen führt“, so Georg Bockey.

Dass so eine Verbreiterung in Teilen wichtig ist, findet auch Anika Stock. Eine Bekannte, die auf einen Rollator angewiesen sei, habe ihr aber außerdem gesagt, dass sie in gewissen Supermärkten in Haltern wegen einer Bordsteinkante zu den Parkplätzen nicht einkaufen könne.

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