„Schön, dass Sie da sind!“

Herzlicher Empfang für die neuen Pfarrer

Sie haben zum Abschied in Münster viele Hände geschüttelt, sie haben Kisten gepackt, sind angekommen, haben ausgepackt, Interviews gegeben, das erste Halterner Fischbrötchen gegessen, zum ersten und letzten Mal Heimatfest inkognito gefeiert – und nun sind sie offiziell die neuen Pfarrer von St. Sixtus: André Pollmann und Michael Ostholthoff erlebten am 10. September bei ihrer Einführung einen überwältigenden Empfang.

HALTERN

von Elisabeth Schrief

, 11.09.2017, 11:59 Uhr / Lesedauer: 2 min
Hielten am Nachmittag des 10. September Einzug in Halterns Pfarrei St. Sixtus.

Hielten am Nachmittag des 10. September Einzug in Halterns Pfarrei St. Sixtus.

„Sie sehen heute zwei glückliche Menschen vor sich“, sagte Pfarrer Ostholthoff zur Begrüßung in der Sixtus-Kirche, die die vielen Gottesdienstbesucher kaum fassen konnte. Mit über 200 Gemeindemitgliedern waren er und Pfarrer Pollmann schon zuvor einige Stunden unterwegs gewesen. Denn die beiden waren ab mittags – begleitet von erfahrenen Pättkesfahrern wie Jochen Thiele – von Kirche zu Kirche geradelt und hatten ihre Gäste sportlich an den Ortskirchen eingesammelt.


„Es ist schön, die Kirche heute so voll zu sehen“, bedankte sich Pfarrer Heio Weishaupt, während der vergangenen Monate seit dem Fortgang von Pfarrer Martin Ahls Pfarrverwalter, für die große Beteiligung an der Amtseinführung von Michael Ostholthoff und André Pollmann. „Wir freuen uns, dass Sie nun nach neun Monaten da sind!“ Das herzliche Willkommen unterstützten die Gottesdienstbesucher mit großem Applaus.

Dechant Heiner Innig übertrug den beiden ehemaligen Studentenpfarrern im Namen von Bischof Felix Genn die solidarische Seelsorge der Pfarrei St. Sixtus. Moderator und Vorsitzender des Kirchenvorstandes wird Michael Ostholthoff sein. Grundsätzlich aber werden die Pfarrer als Doppelspitze agieren.

„Ein Pfarrer ist kein Pfarrer. Zu zweit sind wir stärker“, sagte Pfarrer Ostholthoff später in einer persönlichen Ansprache. Seit 16 Jahren gehen sie in der Seelsorge gemeinsame Wege, sie hätten das immer als Bereicherung erlebt. Pfarrer André Pollmann bestätigte ihn: „Wir sind zwar unterschiedliche Typen, aber uns verbindet viel.“

Einen „tiefen Dank“ sprachen sie ihren Familien aus. Geschenkte Liebe und Geborgenheit, geschenktes Vertrauen hätten ihnen die Kraft für ihre Wege und das Zusammenleben in Gemeinden mit Menschen unterschiedlichster Facetten gegeben. Im Dienst und in den Begegnungen wollen sie diese Liebe weitergeben gemäß den Worten von Augustinus: Liebe und dann tue, was du willst.

Festliche Stimmung

„Wenn man sich von außen nähert, erscheint unsere Gemeinde komplex“, leitete Pastoralreferentin Veronika Bücker die Lesung ein. Wie komplex, das zeigte sich in der Kirche. Fahnenabordnungen aller kirchlichen Vereine und Verbände, zahlreiche Messdiener, Vertreter aus den kirchlichen Gremien, Musiker und Chöre aus den Gemeinden, Pfarrer Bastian Basse von der evangelischen Gemeinde, Vertreter der Stadt, Politik und Schulen waren gekommen, um die neuen Pfarrer zu begrüßen. „Kirchenmusikalisch haben wir uns gegenüber Münster schon mal nicht verschlechtert“, vernahmen die Pfarrer wohlwollend den kirchenmusikalischen Klang zu ihrer Einführung.

Das Kirchenportal stand weit offen, sodass die festliche Stimmung bis auf den Alten Markt drang. „Was ist hier los?“, fragten einige Unbeteiligte und sie sahen alsbald bei der sich anschließenden Begegnung zwischen Kirche und Rathaus: Die Freude über Neues verschaffte sich viel Raum.

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