Schuhhaus Plagge feiert seinen 80. Geburtstag

Rekumer Straße

Seit über drei Jahrzehnten steht Bernd Plagge im Schuhgeschäft an der Rekumer Straße. Die Plagges sind mit Leib und Seele bei der Sache. Das hat Tradition: Das Schuhhaus feiert jetzt seinen 80. Geburtstag. Und da gibt es so manches Schnäppchen.

HALTERN

von Von Ulrike Kusak

, 02.11.2013, 09:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am 21. November 1933 empfing Anton Plagge, Vater von Bernd Plagge, seine ersten Kunden - im selben Haus, in dem die Halterner heute immer noch ein- und ausgehen. Bernd Plagge, sein Sohn und heutiger Inhaber, erinnert sich an die Erzählungen seiner Eltern: "Der Verkaufsraum war anfangs nur halb so groß." Mit einem Blumenladen teilte man sich die ersten 25 Jahre die Verkaufsfläche. Überhaupt habe der Laden damals anders ausgesehen, sagt Bernd Plagge. "Früher war es üblich, reine Kartonläden zu führen." In den Regalen standen also nicht wie heute die Modelle zum Ansehen und Anfassen, sondern vor allen Dingen jede Menge Kartons mit den Modellen in verschiedenen Größen.

Mutter hielt die Stellung Als sein Vater als Soldat in den Krieg ziehen musste, hielt seine Mutter die Stellung im Geschäft. Spät kehrte der Halterner aus der Gefangenschaft zurück.

"Jeder in der Stadt kannte meinen Vater", erinnert sich Bernd Plagge, "er hat seinen Job gern gemacht." Auch seine Mutter stand mit weit über 80 Jahren noch im Laden. "Da hab ich sie nicht von abbringen können", erinnert sich der gebürtiger Halterner und lacht.

Auch Bernd Plagge kann sich keinen anderen Beruf vorstellen: "Es ist zwar über die Jahre nicht einfacher geworden, aber es macht mir noch unheimlich viel Freude." 1981 übernahm der 63-Jährige, der in seiner Freizeit leidenschaftlich gerne segelt und den TuS Haltern auf dem Fußballplatz anfeuert, das Geschäft vom Vater.

Seitdem tragen Laden und das Sortiment seine Handschrift.

Regale werden neu bestückt Mehrmals im Jahr bestückt er seine Regale neu. Dabei wählt er nach seinen ganz eigenen Vorstellungen aus, wie er erklärt: "Schuhtrends schaue ich mir auch schon mal im Internet an, aber ich nehme nur Schuhe ins Sortiment, die ich vorher in der Hand gehalten habe."

Was sich in den Jahrzehnten für ihn als Geschäftsmann verändert habe? Das sei nicht so einfach zu beantworten. "Alles und nichts", sagt der Halterner schließlich. Natürlich merke er, dass die Kunden auch im Internet nach Schuhen schauen. "Aber die Beratung und den Service kriegen sie im Netz nicht."Treuer Kundenstamm Dementsprechend habe er nach wie vor einen sehr treuen Kundenstamm aus Haltern und der ganzen Umgebung. "Und auch meine Mitarbeiterinnen ziehen voll mit. Das motiviert einen ungemein." Ans Aufhören denkt der Halterner deshalb noch lange nicht: "Solange ich Spaß daran habe und meine Kunden mir die Treue halten, mache ich gerne weiter."

 

 

 

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