Schule soll Polizei entlasten

HALTERN Seit 1970 geht die Zahl der getöteten Kinder im Straßenverkehr in Deutschland kontinuierlich zurück – trotz zunehmender Motorisierung und steigender Zahl von Fahrrädern. Das belegt die amtliche Unfallstatistik.

von Von Heike Riemann

, 01.07.2008, 17:52 Uhr / Lesedauer: 1 min
Schüler trainieren Slalomfahrt und Bremsen beim Verkehrssicherheitstag.

Schüler trainieren Slalomfahrt und Bremsen beim Verkehrssicherheitstag.

Hinzu kommt, dass man seitens der Polizei in Haltern keine konzentrierten Gefahrenpunkte sieht, an denen Kinder statistisch besonders gefährdet sind. Polizeisprecher Andreas Weber: „Die Unfälle verteilen sich über das Stadtgebiet.“ Wichtiger Punkt bei der Teilnahme von Kindern am Straßenverkehr ist die Verkehrserziehung. Hier gibt es seit einiger Zeit einen Mobilitätserlass seitens des Ministeriums, der den Bereich Verkehrserziehung als Aufgabe der Schulen sieht. Die Tätigkeit der Polizei soll sich demzufolge auf den Bereich Unterricht in der Verkehrswirklichkeit (Straßenverkehr) konzentrieren. In vielen Fällen übernahmen bislang die Verkehrsberater der Polizei sowohl den theoretischen Teil in der Schule, als auch die Begleitung der Übungen im geschützten Bereich (Schulhof) und im Straßenverkehr.

Momentan, so Weber, befinde man sich in einer Übergangsphase bei der Umsetzung des Erlasses. Dort, wo Schulen noch nicht in der Lage sind, Verkehrserziehung zu leisten, werde es weiter Unterstützung geben. Weber versichert. „Für die Kinder soll kein Vakuum entstehen, es fällt nichts weg.“ Stärkere Konzentration werde stattdessen auf die Gruppe der Zehn- bis 14-Jährigen gelegt, die besonders gefährdet sind: „2007 waren die Verkehrssicherheitsberater im Bereich des Polizeipräsidiums Recklinghausen insgesamt 11 000 Stunden im Einsatz, das sind zehn Prozent mehr als im Vorjahr.“

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