Schulen und Corona: Gymnasiastin positiv getestet - Protest-Aktion blieb aus

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Am Gymnasium gibt es einen neuen Corona-Fall. Einige Schüler müssen nun in Quarantäne. Probleme mit einer kürzlich angekündigten Protest-Demo gab es am Montagmorgen nicht, bestätigten Schulleiter.

Haltern

, 10.11.2020, 10:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In der vergangenen Woche hatte das NRW-Schulministerium die weiterführenden Schulen vor einer möglichen Aktion der Initiative „Querdenken 711“ gewarnt. Sie wolle Schüler an den Schulwegen und Schulen dazu aufrufen, gegen die Maskenpflicht zu verstoßen.

Die Schulleiter von Hauptschule, Realschule und Gymnasium in Haltern berichteten aber am Montag von einem unauffälligen Morgen. Bereits im Vorfeld war unklar gewesen, ob die bundesweite Aktion überhaupt stattfinden würde. „Querdenken 711“ schrieb auf der eigenen Webseite, dass es sich bei dem Aufruf nur um einen Test der „internen Kommunikationsstrukturen“ gehandelt habe.

„Da war in Haltern wohl nichts“

„Ich habe auch die Schüler gefragt, aber da war in Haltern wohl nichts“, so Dagmar Perret, die die Joseph-Hennewig-Schule leitet. „Zum Glück“, sagt Frank Cremer von der Alexander-Lebenstein-Realschule. Er und Ulrich Wessel vom Joseph-König-Gymnasium seien am Morgen gemeinsam mit ihrem Kollegium auf dem Gelände des Schulzentrums besonders wachsam gewesen.

„Grundsätzlich gilt die Meinungsfreiheit“, betont Wessel, „aber wenn jemand das Schulgelände betreten würde, um Schülerinnen und Schüler zum Rechtsverstoß aufzufordern, würde ich vom Hausrecht Gebrauch machen.“ So seien Aktionen, wie die „Querdenker 711“ sie angekündigt hatten, in den Pausen sowieso nicht möglich. Auch auf den Schulwegen sei es jedoch ruhig geblieben, sagt Wessel.

Neuer Corona-Fall am Gymnasium

Unterdessen beschäftigte den Leiter des Gymnasiums am Montagmorgen ein Anruf des Gesundheitsamtes: Eine Schülerin habe in der vergangenen Woche ein positives Corona-Testergebnis erhalten, wurde mitgeteilt. „Jetzt musste ich etwa eine halbe Klasse in Quarantäne schicken“, so Wessel. Anhand der Sitzpläne aus allen Räumen, in denen die Schülerin unterrichtet wurde, könne nachvollzogen werden, wer in ihrer Nähe saß.

„Da ist dann auch wieder gut, dass die Maskenpflicht befolgt wird. Dann ist die Wahrscheinlichkeit ein bisschen geringer, dass sich jemand angesteckt hat“, sagt Wessel. „Eigentlich sind die Schüler da sehr diszipliniert.“ Grundsätzlich stoße die Maskenpflicht auch an der Alexander-Lebenstein-Realschule auf große Akzeptanz, sagt Frank Cremer. „Das läuft sehr gut, die Schülerinnen und Schüler nehmen ihre Verantwortung ernst.“

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