Schwimmen im „Kreisverkehr“: Das Aquarell Haltern eröffnete die Saison

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Die Corona-Pandemie bedeutet für die Freibäder eine besondere Herausforderung. Das Freizeitbad Aquarell in Haltern empfing am Samstag die ersten Gäste der Saison.

Haltern

, 31.05.2020, 15:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zunächst hielt sich der Andrang in Grenzen: Am Pfingstsamstag öffnete das Aquarell Freibad erstmals in diesem Jahr seine Pforten – in Coronazeiten für Mitarbeiter und Badegäste gleichermaßen eine Herausforderung.

Zwei Wochen lang hatte sich das Team des Aquarell intensiv auf diesen Tag vorbereitet. Überall im Freibad wiesen Schilder den Badegästen den Weg. Schon im Eingangsbereich waren Markierungen am Boden angebracht, die auf den notwendigen Abstand von 1,50 Metern hinwiesen. Zunächst mussten sich alle Besucher registrieren lassen, der QR-Code ihrer Online erworbenen Eintrittskarten wurde eingescannt.

„Eigentlich erklären unsere zahlreichen Schilder die Wege im Bad, aber wir helfen den Gästen natürlich jederzeit weiter, wenn sie Fragen haben“, sagt Lucia Impekoven. Die Innenduschen waren gesperrt aber einige Umkleidekabinen und Spinde mit großen Abständen geöffnet.

An der Kasse scannte Valentina Eifert die Karten und nahm die Registrierung der Badegäste vor. Normalerweise hinter, nur fürs Foto neben der Plexiglascheibe.

An der Kasse scannte Valentina Eifert die Karten und nahm die Registrierung der Badegäste vor. Normalerweise hinter, nur fürs Foto neben der Plexiglascheibe. © Jürgen Wolter

Die Badegäste trauten sich am Samstag zunächst nur vereinzelt ins Bad. „Die ersten kamen direkt am Morgen. Alle sind froh, dass sie wieder schwimmen gehen können“, sagt Lucia Impekoven. „Das war unser Ziel: Wir wollten sicherstellen, dass die Badegäste wieder kommen können. Dafür haben wir alles getan.“

Abstandsregeln - „Man muss sich organisieren“

Und darüber freute sich auch Familie Pinkernelle aus Gelsenkirchen. „Wir kommen schon seit Jahren immer gern ins Aquarell“, sagt Walter Pinkernelle. „Wir haben extra gestern noch mal angerufen, um sicherzugehen, dass das Bad auch wirklich auf hat“, sagt Anja Pinkernelle. Und ihr Mann Walter ergänzt: „Der ganze Betrieb ist gut organisiert. Man muss sich drauf einlassen, dann ist es auch nicht schwierig. Die Regeln muss man einhalten und dann funktioniert es. Das ist ja kein Weltuntergang.“

Im Schwimmerbecken mussten sich die Badegäste an den „Kreisverkehr“ halten. Dort waren Bahnen abgesperrt, innerhalb derer alle immer in eine Richtung schwimmen mussten, um unnötige Begegnungen zu vermeiden. Die Aquarell-Mitarbeiter waren außerdem immer wieder mit Desinfektionsmitteln unterwegs, um Handläufe, Duschknöpfe und Sitzflächen zu desinfizieren. Der Sprungturm blieb gesperrt, am Kinderbecken achteten die Mitarbeiter darauf, dass die notwendigen Abstände eingehalten wurden. Die Liegewiese war frei zugänglich, sie bietet im Aquarell jede Menge Platz.

Maximal 670 Gäste dürfen gleichzeitig ins Freibad Aquarell

Am Samstag war das zunächst aber nicht notwendig. Es gab viel Platz im Wasser. „Das hat ja auch was Gutes, man kann ganz in Ruhe schwimmen, und niemand kommt einem in die Quere“, fand Familie Pinkernelle. Das Aquarell-Team hofft natürlich auf mehr Besucher. Maximal 670, so hat man ermittelt, dürfen gleichzeitig ins Bad. Sollten es mehr werden, müssten die neuen Besucher warten, bis wieder jemand das Bad verlässt.

Am Pfingstwochenende erreichte man diese Zahlen nicht. Die meisten Schwimmerinnen und Schwimmer kamen am Montag ins Bad. Die Stadtwerke zählten über 100 Besucher.

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