Seestadthalle Haltern: Ab 1. Oktober kommen Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine

Die Seestadthalle ist Landes-Notunterkunft. Die Politik sah sich die Gestaltung der Halle an (Foto). Ab 1. Oktober werden ukrainische Kriegsflüchtlinge hier für kurze Zeit eine Bleibe finden.
Die Seestadthalle ist Landes-Notunterkunft. Die Politik sah sich die Gestaltung der Halle an (Foto). Ab 1. Oktober werden ukrainische Kriegsflüchtlinge hier für kurze Zeit eine Bleibe finden. © Silvia Wiethoff
Lesezeit

Die Bezirksregierung Münster wird ab dem 1. Oktober in der Seestadthalle die hergerichteten 258 Notunterkunftsplätze und ab 1. November nochmals bis zu 1020 Notunterkunftsplätze in Leichtbauhallen in Castrop-Rauxel für ukrainische Kriegsflüchtlinge aktivieren. Hintergrund sind die unverändert hohen Ankunftszahlen in Nordrhein-Westfalen.

Die Notunterkunft in Haltern wird administrativ von der Zentralen Unterbringungseinrichtung (ZUE) in Marl geführt. Wie in Marl wird auch in Haltern European Homecare (EHC) als Betreuungsdienstleister fungieren. Bereits Anfang August hatte die Bezirksregierung in Dorsten zwei vorbereitete Notunterkünfte für rund 1000 ukrainische Kriegsflüchtlinge aktiviert und weitere 410 Notunterkunftsplätze im Stand-by-Modus vorgehalten. Auch diese stehen ab dem 1. Oktober zur Belegung bereit.

Die Aktivierung der Notunterkünfte erfolgt in Absprache mit dem Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration (MKJFGFI) und der Bezirksregierung Arnsberg, die zentral für NRW die Belegung vornimmt.

Die Bezirksregierung Münster betreibt die Notunterkünfte für ukrainische Kriegsflüchtlinge mit 2700 Plätzen als „Puffer“-Einrichtungen, um den Kommunen bei der Bereitstellung von Wohnungen und Unterkünften mehr Zeit zu verschaffen. Aktuell beträgt die individuelle Verweildauer von Kriegsflüchtlingen in den Landeseinrichtungen im Regierungsbezirk Münster weniger als 14 Tage.