Seestadthalle kommt nicht aus den roten Zahlen

Die Seestadthalle fuhr 2010 weniger Verluste ein, aber in der Bilanz steht immer noch ein Minus von 289 177 Euro. Dank gestiegener Umsätze immerhin 49 158 Euro weniger als im Vorjahr, das stimmt Betriebsleiter Christian Hovenjürgen relativ zufrieden.

HALTERN

von Von Elisabeth Schrief

, 12.10.2011, 07:38 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Modellspielzeugmarkt findet regelmäßig in der Seestadthalle statt. Insgesamt gibt es aber zu wenige außersportliche Veranstaltungen dort.

Ein Modellspielzeugmarkt findet regelmäßig in der Seestadthalle statt. Insgesamt gibt es aber zu wenige außersportliche Veranstaltungen dort.

Die Seestadthalle ist in erster Linie eine Sportstätte, die zusätzliche Vermarktung für Veranstaltungen werde durch die veraltete Infrastruktur erschwert, schreibt Hovenjürgen im Lagebericht, den er am Dienstag dem Haupt- und Finanzausschuss vorlegte.Eingeschränkte Mulitfunktionalität

Der Schulsport ist die größte Einnahmequelle. Dafür zahlte die Stadt 176 286 Euro Miete. Genutzt wird die Seestadthalle außerdem von Halterner Sportvereinen. Weitere Events reichen nicht, um schwarze Zahlen zu schreiben. Handicap sind laut Betriebsleitung die eingeschränkte Multifunktionalität der Halle, zeitaufwändige Auf- und Abbauarbeiten und hohe Nebenkosten. Ziel bleibt, den Betrieb der Halle so effektiv und kostengünstig wie möglich zu gestalten. Im Vergleich zu anderen Städten steht Haltern sogar gut da.

Einen siebenstelligen Jahresgewinn präsentierten die Stadtwerke den Ausschussmitgliedern. Doch 3,3 Millionen flossen nicht durch Stromverkauf in den Etat. Sie resultieren vielmehr aus einem Prozess gegen die Landesnetzagentur, der mit einem Vergleich endete. Der Jahresgewinn wird mit dem Verlustvortrag verrechnet. Seestadthalle und Tochter, die Stadtwerke, haben folglich nichts zu verteilen.

Die Berichte wurden vom Ausschuss vorbehaltlos abgenickt. Ebenso einstimmig votierte der Haupt- und Finanzausschuss für die Rücknahme der Verfassungsbeschwerden gegen die Gemeindefinanzierungsgesetze 2009 und 2010. Die Städte verloren die Klage (wir berichteten), eine weitere Anfechtung hat keine Aussicht auf Erfolg. "Ein schreckliches Urteil. Die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Landes scheint wichtiger als die der Kommunen", ärgerte sich Bürgermeister Bodo Klimpel.

 

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