Silbersee II: Öffnung weiter unsicher - Zerstörungen nehmen zu

mlzSilbersee II

Wann und ob überhaupt der Badebetrieb am Silbersee II startet, ist noch nicht endgültig entschieden. Ein Corona-taugliches Konzept muss her. Gleichzeitig gibt es zunehmend Vandalismus.

Haltern

, 19.05.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der Silbersee II in Haltern-Sythen mit seinem hellen Sandstrand ist bei schönem Wetter Anlaufstelle für tausende Besucher. Doch das stellt die Betreibergesellschaft in der Corona-Krise vor große Herausforderungen. Die Freibäder in NRW dürfen laut Landesverordnung ab Mittwoch (20. Mai) wieder öffnen. Ob und wann der Silbersee II den Badebetrieb aufnimmt, steht noch nicht fest.

Eigentlich sollte der Kommunalrat des Regionalverbandes Ruhr (RVR) dazu bereits eine Entscheidung getroffen haben. Die geplante Sitzung fand aber nicht statt.

Der Kommunalrat des RVR besteht aus den Bürgermeistern, Oberbürgermeistern und Landräten der beteiligten Kreise und Kommunen. Der RVR ist zu 60 Prozent an der Betreibergesellschaft des Silbersee II beteiligt.

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„Die Betreibergesellschaft kann deshalb keinen eigenen Weg gehen. Wir müssen uns an eine einheitliche Regelung des Regionalverbandes halten. Da aber dort die Entscheidung über die Öffnung von Parks und Freizeitanlagen noch nicht getroffen ist, hängen wir noch in der Luft“, sagt Dr. Eberhard Geisler, der Geschäftsführer der Betreibergesellschaft.

Kein Freibad, sondern Badesee

Der Silbersee II sei kein Freibad, sondern ein Badesee, sagt die stellvertretende Sprecherin des RVR, Barbara Klask. Die Betreibergesellschaft müsse vor der Öffnung ein eigenes Sicherheits- und Hygiene-Konzept erstellen, das sich lediglich an den Konzepten der Freibäder orientiere, es aber nicht komplett übernehmen könne.

Unklar ist bisher noch, ob es sich beim Badebetrieb am Silbersee um eine mögliche Großveranstaltung handeln könne. Geisler: „Sollte der Betrieb des Silbersees als Großveranstaltung eingestuft werden, dürften wir vor dem 31. August gar nicht öffnen. Dann wäre die Saison verloren.“

Die Absperrungen und Zäune am Silbersee werden immer wieder zerstört.

Die Absperrungen und Zäune am Silbersee werden immer wieder zerstört. © Jürgen Wolter

Der Gesellschaft entstehen zurzeit immer wieder hohe Kosten, weil die Zäune zum weiterhin abgesperrten Gelände zerstört werden. „Es werden große Lagerfeuer zum Teil mit ganzen Baumstämmen gemacht, nachts, wenn sich die ungebetenen Gäste unbeobachtet fühlen“, sagt Geisler. „Zäune müssen repariert werden, Schäden beseitigt und die Security bezahlt werden, aber wir haben keine Einnahmen.“

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