Sixtus-Hospital: Ungenutzte Bettenkapazitäten in Zeiten von Corona

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Die meisten Krankenhäuser sind derzeit nicht ausgelastet. Das ist auch im Sixtus-Hospital der Fall. Die Regeln zum Schutz vor dem Virus gelten nach wie vor und stoßen meistens auf Akzeptanz.

Haltern

, 19.06.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach und nach werden die Bettenkapazitäten für Corona-Patienten im Halterner Sixtus-Hospital wieder zurückgefahren. Wie Dr. Andreas Weigand, Geschäftsführer des Klinikverbundes der KKRN Katholisches Klinikum Ruhrgebiet Nord GmbH, auf Anfrage erklärte, werde die vorgehaltene Bettenkapazität dem Bedarf entsprechend immer wieder kurzfristig angepasst. Die Auslastung sei schrittweise zurückgegangen, bestätigte Weigand.

Auch die Auslastung der Bettenkapazitäten im Sixtus-Krankenhaus allgemein sei in Zeiten Corona „zwischenzeitlich deutlich zurückgegangen“, erklärte der Geschäftsführer weiter. Derzeit gebe es immer noch ungenutzte Bettenkapazitäten. Aufgrund der Corona-Regelungen für Krankenhäuser sei auch nicht damit zu rechnen, dass in absehbarer Zeit die Belegung wieder so hoch sein könne wie vor der Corona-Krise.

Menschen suchen im Notfall eher wieder das Krankenhaus auf

Dagegen sind die Menschen inzwischen wieder eher bereit, sich in einem Notfall ins Krankenhaus zu begeben. Noch im März hatte der Krankenhausverbund an Bürger mit starken Symptomen appelliert, den Rettungsdienst zu rufen oder eine Notaufnahme aufzusuchen. „Viele Patienten meiden gerade generell Krankenhäuser, weil sie Sorge haben, sich zu infizieren“, hatte Dr. Andreas Weigand damals erklärt. Insbesondere Notfallbehandlungen von Menschen mit akuten Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie mit Anzeichen für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall seien stark zurückgegangen. Das ändert sich inzwischen glücklicherweise wieder. Ein Zustand wie vor Beginn der Corona-Krise sei aber noch nicht wieder erreicht, informierte Weigand.

1-1-1-1 Besuchsregelung wird zum Schutz vor Corona beibehalten

Unterdessen hält der KKRN-Klinikverbund an den Regelungen zum Schutz von Patienten, Mitarbeitern und Besuchern fest. Das bedeutet: Auch weiterhin werden alle Patienten getestet. Auch die 1-1-1-1-Besuchsregelung gilt nach wie vor: Einmal täglich darf ein Patient von einem Besucher für eine Stunde besucht werden. „Idealerweise sollte es immer dieselbe Person sein, die besucht“, hieß es.

Sie muss vorher durch den Patienten benannt worden sein und gilt für dessen gesamten Aufenthalt. Ausnahmen nicht ausgeschlossen: Wenn zum Beispiel die besuchende Person auf Hilfe angewiesen ist, darf eine zweite Person mit zum Patienten. Auch gibt es Ausnahmeregelungen bei Kindern, schwerstkranken und sterbenden Menschen, die aber mit dem verantwortlichen Arzt zu vereinbaren sind.

Besuche besser erst ab 18 Uhr

Der Großteil der Patienten und Besucher akzeptiert die Besuchsregelungen laut Weigand. Kritisiert würden aber die Wartezeiten. Weigand: „Leider müssen wir eine Identitätsprüfung des Besuchers vornehmen und den Gesundheitszustand erfragen.“ Das verursache vor allem in den ersten Stunden der Besuchszeit Wartezeiten. Empfohlen wird daher ein Besuch möglichst nach 18 Uhr.

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