So versucht die Feuerwehr Haltern, die noch lebenden Fische in der Stever zu retten

mlzFischsterben

Seit Montagabend ist die Feuerwehr Haltern an der Stever im Einsatz, um die noch lebenden Fische in dem Gewässer zu retten. Mehrere Hundert Fische sind hier seit letzter Woche verendet.

Haltern

, 07.08.2019, 13:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Solange sich das Wetter nicht grundsätzlich ändert, sind die Fische in der Stever zwischen Hullerner und Halterner Stausee weiterhin gefährdet. Schuld ist die Hitze und Trockenheit der letzten Wochen. Wasserpflanzen entziehen dem Gewässer außerdem über Nacht Sauerstoff.

Die Halterner Feuerwehr hat jetzt mehrmals Wasser in den Unterlauf des Flusses gepumpt, um den Sauerstoffgehalt zu erhöhen. „Das ist zunächst einmal ein Versuch, wir wissen nicht, ob er Erfolg hat“, sagt dazu Heidrun Becker, Pressesprecherin der Gelsenwasser AG. Am Montag hatte sich das Fischsterben auf der Stever drastisch verschlimmert, Hunderte tote Fische trieben vor allem im Unterlauf am Wehr zum Halterner Stausee.

Freiwillige Feuerwehr Hullern und Sythen ist im Einsatz

Montag- und Dienstagabend waren jeweils Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr Hullern vor Ort, am Mittwoch und Donnerstag übernehmen die Feuerwehrleute aus Sythen die Aufgabe. „Wir entnehmen das Wasser aus der Stever und pumpen es mit Hochdruck wieder in den Fluss, wodurch auch Sauerstoff zugeführt wird“, sagt Werner Schulte, der Leiter der Halterner Feuerwache. „Die Gelsenwasser AG hatte uns um Unterstützung gebeten. Sie kontrolliert auch mit regelmäßigen Messungen den Sauerstoffgehalt, um zu überprüfen, ob die Maßnahme erfolgreich ist“.

So versucht die Feuerwehr Haltern, die noch lebenden Fische in der Stever zu retten

Unter Hochdruck wurde das Wasser in die Stever gepumpt. © Feuerwehr

Am Freitag werde eine erste Bilanz gezogen und dann entschieden, ob die Maßnahme weitergeführt wird. „Wenn sie erfolgreich ist, wäre das die einzige Chance, den Fischen zu helfen, solange es nicht nennenswert regnet“, sagt Heidrun Becker von Gelsenwasser. „Das Wasser der Stever ist zurzeit etwa 21 Grad warm. Damit sich die Lage wieder bessert, müsste es auch abkühlen. Regen ist aber weiterhin leider nicht in Sicht“, sagt Heidrun Becker.

Sauerstoffgehalt im Oberlauf noch unkritisch

„Im Oberlauf, direkt am Hullerner Wehr, tritt das Fischsterben noch nicht auf, dort fließt das sauerstoffreichere Wasser, das wir aus dem Kanal bei Senden in die Stever pumpen, in den Fluss. Hier ist der Sauerstoffgehalt noch höher, er nimmt dann im Verlauf der 1,5 Kilometer langen Zwischenstever aber immer weiter ab. Das Fischsterben tritt hauptsächlich am Ende kurz vor dem Halterner Stausee auf, insbesondere nachts verringert sich der Sauerstoffgehalt deutlich.“

Lesen Sie jetzt
Lesen Sie jetzt
Münsterland Zeitung Keine Mehrheit im Ausschuss

Eltern möchten, dass die Stadt die Bolzplatz-Schließung an der Römerstraße zurücknimmt