Spendensammler klagte über Übelkeit

Vorsicht Trickdieb

Bei Trickbetrügern lernt man nie aus: So hat der Fall eines Spendensammlers, der plötzlich angeblich unter schwerer Übelkeit litt, am Freitag in Haltern für Furore gesorgt.

Haltern

, 08.04.2016, 14:53 Uhr / Lesedauer: 1 min
Spendensammler klagte über Übelkeit

Dem Unbekannten wäre ein Senior aus Haltern am Freitag in seiner Wohnung beinahe zum Opfer gefallen. Wie die Polizei gestern mitteilte, sei der Schwindel glücklicherweise doch noch rechtzeitig aufgeflogen.

Der Geschädigte, ein älterer Herr, öffnete die Haustür, nachdem es geklingelt hatte. „Der Mann an der Tür gab zunächst an, Spendensammler zu sein“, erzählt Polizeisprecherin Ramona Hörst. „Dann hat er gefragt, ob er die Toilette benutzen könne. Auf diese Weise konnte er sich auch Zutritt verschaffen.“ Anschließend habe der Mann über starke Bauchschmerzen geklagt. Der Senior habe daraufhin einen Notarzt gerufen. Als dieser mit eingeschaltetem Martinshorn herbeieilte, habe der „Patient“ kalte Füße bekommen. Weil den Rettungskräften die Situation komisch vorgekommen sei, habe man die Polizei hinzugezogen.

Eine Überprüfung der Personalien des „Patienten“ habe ergeben, dass der Mann „kein unbeschriebenes Blatt ist“, wie Polizeisprecherin Ramona Hörst erklärte. „Wir haben die starke Vermutung, dass er es auf Diebesgut abgesehen hatte.“ Ob aus der Wohnung was entwendet wurde, stand noch nicht fest.

Aber die Polizei warnt: „Wenn bei Ihnen an der Tür geklingelt und um Einlass gebeten wird, seien Sie skeptisch und vorsichtig. Lassen Sie sich Dienstausweise zeigen und rufen Sie selbst – bevor Sie die Personen hereinlassen – bei der angeblichen Dienststelle an. Ein richtiger Mitarbeiter der Institution hat hierfür Verständnis und wird so lange vor der Tür warten. Rufen Sie bei Verdacht sofort die Polizei an.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt