Sportabzeichen-Abnahme: SSV feiert „gelungene Generalprobe“

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Am Mittwochabend konnten die ersten Sportlerinnen und Sportler wieder die Prüfung für das Sportzeichen absolvieren. Am Ende waren alle zufrieden.

Haltern

, 20.06.2020, 08:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In den vergangenen Wochen waren die sportlichen Aktivitäten in den Halterner Vereinen praktisch auf Null heruntergefahren worden. Doch am Mittwochabend gab es auch für die Breitensportler mit der ersten Sportabzeichenabnahme durch den Halterner Stadtsportverband auf der ETuS-Anlage an der Conzeallee endlich wieder Licht am Ende des Tunnels.

Sicherheitskonzept

Hans-Peter Klauke, Vorsitzender des Stadtsportverbandes (SSV) dankte in diesem Zusammenhang besonders der zuständigen Fachwartin Ina Rüssel die maßgeblich an dem Sicherheitskonzept zur Durchführung mitgearbeitet hatte. Rüssel freute sich natürlich über diese erste Veranstaltung nach dem lähmenden Lockdown und konnte schon schnell einige Anmeldungen notieren. „Es ist schön, dass auch wirklich alle Prüflinge gekommen sind und mit guten Leistungen überzeugen konnten“, zog sie am späten Mittwochabend zufriedenstellend Bilanz.

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Mit einem Team von insgesamt zehn erfahrenen Prüfern war es auf der weitläufigen Anlage gut möglich, die strengen Sicherheitsvorgaben einzuhalten und dabei besonders auf die Hygiene- und Abstandsregeln zu achten. Zum Beispiel mussten die Sportgeräte nach jedem Gebrauch desinfiziert werden.

Die Sportler kämpften derweil in den vier Grunddisziplinen Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination um Gold Silber und Bronzeabzeichen.

Tim Schemmer, Fußballer der 1. Seniorenmannschaft des Bezirksligisten SV Lippramsdorf war von Beginn an engagiert dabei, lief später die 3000 Meter in guten 11:08 Minuten und zeigte sich nach dem Lauf positiv gestimmt: „Ich bin sehr zuversichtlich, die geforderten Normwerte in allen Disziplinen zu schaffen.“

Ungewohnte Bewegungsabläufe

Auch Sandra Niemand aus Haltern war als Teilnehmerin dabei. Allerdings hatte Sie bei den ersten Versuchen im Standweitsprung an der Sprunggrube mit den doch eher ungewohnten Bewegungsabläufen zu kämpfen. „Mit den Armen durch schwingen und bei der Landung auf keinen Fall nach hinten fallen“, rieten Ihr die Prüfer. Sie beherzigte diesen wohlgemeinten Rat und schaffte so im dritten Versuch dann auch die erforderliche Weite.

Zusammen mit Tim Schemmer nutzte sie später dann die Möglichkeit, zu zweit an die Startlinie zum 100 Meter Sprint zu treten, denn mit einem direkten Gegner auf der Bahn läuft es sich nun mal leichter als alleine. Am Ende der Übungsstunde freute Sie sich über Ihren Erfolg: „Es war zwar anstrengend, aber machbar.“

Ihre Premiere als offizielle Prüfer erlebten mit dem Laufsportler Jürgen Thran und Andrea Schmitz gleich zwei bekannte Persönlichkeiten aus der Halterner Sportgemeinde. Thran will als erfahrener Läufer bei den nächsten Veranstaltungen die Sportler mit seiner großen Erfahrung unterstützen und auch ein gezieltes Aufwärmtraining anbieten. „Es macht hier richtig Spaß.“

Schmitz betreute bei Ihrem ersten Einsatz die Medizin und Schleuderballwerfer. Sie sah durchweg gute Würfe: “Ich musste zum Glück nicht vorwerfen“, sagte sie mit einem Augenzwinkern.

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Schon lange dabei ist auch Prüfer Erhard Henninger, der die Aktivitäten an der Sprunggrube überwachte. „Ich bin so froh, dass es endlich wieder losgeht und ich mittwochabends auf den Sportplatz gehen kann“, so der erfahrene Prüfer.

Gelungene Generalprobe

Am Ende der Prüfungsstunde wurde es dann für die Sportlerinnen und Sportler beim Eintragen der Ergebnisse auf die Prüfkarten ein letztes Mal richtig spannend, denn erst da zeigte sich das gesamte Leistungsergebnis in offizieller Form.

Ina Rüssel freute sich über eine gelungene Generalprobe: „Ich habe die Sportler in den letzten Monaten wirklich sehr vermisst.“ Sie zeigte sich zuversichtlich, dass es jetzt auch vorsichtig weitergehen kann. „Für das erste Mal nach so langer Zeit ist alles wirklich gut gelaufen.“

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