Spuckschutz und Bahnbegrenzung: Freibadverein bereitet die Saison vor

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Der Verein Freibad Sythen hat schon viele Herausforderungen gemeistert. Dass einmal ein Pandemieplan umgesetzt werden muss, kam in den schlimmsten Albträumen der Ehrenamtlichen nicht vor.

Sythen

, 15.05.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seitdem die Landesregierung NRW entschieden hat, dass die Freibäder ab 20. Mai wieder öffnen dürfen, rauchen die Köpfe der Verantwortlichen des Vereins Freibad Sythen. Im Mittelpunkt der Saisonvorbereitung unter Corona-Bedingungen steht, wie die Badegäste und aktiven Helfer des Vereins vor dem gefährlichen Virus geschützt werden können. Eröffnungstermin soll der 30. Mai (Samstag) sein.

Zwar liegen noch keine konkreten Vorgaben des Landes für den Badebetrieb vor, doch um möglichst vorbereitet zu sein, orientiert sich der Sythener Verein am Pandemieplan der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen. Markus Groß-Albenhausen, zuständig für die Wasseraufsichten, hat bereits eine Reihe von Maßnahmen vorgeschlagen.

Zugang zum Badegelände wird begrenzt

Zuvor hat sich Markus Groß-Albenhausen, der auch staatlich geprüfter Desinfektor ist, mit den Ehrenamtlichen seiner Abteilung im Bad getroffen, um den Pandemieplan im Sythener Bad umzusetzen. Der Verein geht davon aus, dass nicht mehr als 400 Badegäste gleichzeitig das Gelände betreten dürfen (Die vorhandene Rasenfläche von rund 6500 Quadratmetern wird zur Ermittlung der Zahl durch 15 geteilt). Im großen Mehrzweckbecken dürfen sich nicht mehr als 100, im kleineren Nichtschwimmerbecken nicht mehr als 80 Gäste aufhalten. Dabei geht man davon aus, dass Schwimmer mehr Platz benötigen als Nichtschwimmer. Es wird Aufgabe der Wasseraufsichten sein, diese Vorgaben einzuhalten. „Ich denke, unsere Leute werden dafür schnell den richtigen Blick entwickeln“, sagte Vorsitzender Heinrich Wiengarten.

Der Sprungtrum bleibt zunächst gesperrt

Um die Abstandsregeln einzuhalten, werden zu Beginn der Saison zunächst sowohl die große Rutsche, die Startblöcke und der Sprungturm gesperrt bleiben. Das Kassenhäuschen soll einen Spuckschutz erhalten, Markierungen sollen den Weg am Eingang, Bahnbegrenzungen den im Wasser weisen. Eine regelmäßige Desinfektion von Berührungsflächen versteht sich von selbst.

Der Verein setzt aber auch auf das umsichtige Verhalten der Badegäste, wenn es darum geht, mögliche Einschränkungen auf dem Gelände einzuhalten. Dies könnte beispielsweise die Nutzung der Sanitäranlagen betreffen, die maximal von ein bis zwei Personen gleichzeitig aufgesucht werden dürfen. Eine zweckmäßige Aufteilung der Toiletten und Duschen dürfte kein Problem sein, denn diese wurden für rund 80.000 Euro saniert.

Die Stadtwerke warten noch die Landesverordnungen ab

Die Stadtwerke Haltern warten noch die Hygieneverordnungen des Landes ab, bevor sie sich zu einem Eröffnungstermin und konkreten Schutzmaßnahmen im Freibad Aquarell und im Stauseebad äußern wollen.

Einen Eröffnungstermin für das Freibad am Aquarell gibt es noch nicht.

Einen Eröffnungstermin für das Freibad am Aquarell gibt es noch nicht. © Stadtwerke

Für den Verein Freibad Sythen ist wichtig, dass sich ehrenamtliche Helfer an der Aufrüstung des Bades beteiligen. Arbeitseinsätze sind an den Samstagen, 16. und 23. Mai, jeweils ab 9 Uhr geplant.
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