St. Joseph diskutierte die "neue Dorfmitte" kontrovers

"Einmalige Chance nutzen"

"Zwei erhaltungsfähige Grundstücke werden wegrationalisiert. Wie kann ein Bistum so viel Geld ausgeben? Wir haben in Sythen alles, was wir brauchen", lautete ein Beitrag im Rahmen der Pfarrversammlung der Gemeinde St. Joseph, die sich Sonntag im Pfarrheim mit der "Neuen Dorfmitte Sythen" beschäftigte.

SYTHEN

von Von Silvia Wiethoff

, 09.10.2011, 17:48 Uhr / Lesedauer: 1 min
So soll die Dorfmitte Sythen einmal aussehen.

So soll die Dorfmitte Sythen einmal aussehen.

"Zwei erhaltungsfähige Grundstücke werden wegrationalisiert. Wie kann ein Bistum so viel Geld ausgeben? Wir haben in Sythen alles, was wir brauchen", lautete ein Beitrag im Rahmen der Pfarrversammlung der Gemeinde St. Joseph, die sich Sonntag im Pfarrheim mit der "Neuen Dorfmitte Sythen" beschäftigte.

Einschnitte zu erwarten

"Wir haben noch alles", wiederholte Pfarrer Martin Ahls einmal mehr, dass es in Haltern noch einige harte Einschnitte geben und die Kirche in Sythen davon nicht ausgenommen sein wird. Es sei so gut wie sicher, dass das Sythener Pfarrheim keinen Bestand habe. In Haltern gebe es 2500 qm Pfarrheimfläche zu viel. Wenn eine Lösung für die Reduzierung gesucht werde, werde man sicher nicht bei den kleinen Gemeinden anfangen, sondern sich den "dicken Brocken" zuwenden. Dazu gehöre in allererster Linie Sythen.

Eine Alternative zur Dorfmitte mitsamt Pfarrzentrum sei dann vielleicht ein "Mini-Pfarrheim" auf dem Grundstück des Alten Pfarrhauses. Pfarrgemeinderatsvorsitzende Dr. Reinhild Tuschewitzki warnte davor, dass das Kirchenschiff vermarktet werden müsste, wenn es nicht zu einem multifunktionsfähigen Pfarrzentrum umgebaut würde. "Wir müssten uns von unserer Kirche verabschieden", erklärte sie."St. Joseph hat eine Zukunft" Mehrere Teilnehmer der Versammlung stimmten mit Pfarrer Ahls darin überein, dass die Chance für aktive Gestaltung jetzt genutzt werden sollte. Er führte unter anderem aus, dass das Bistum Kirchensteuermittel für das Projekt nur deshalb verwendet, weil es der Gemeinde St. Joseph eine Zukunft gibt.

Mehr über die Sitzung am Montag in der Printausgabe der Halterner Zeitung 

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