Stadt muss für Kindergartenplätze tiefer in die Tasche greifen

Höhere Anforderungen

Die Erweiterung der Kindergartenplätze in Sythen erweist sich als schwieriger als gedacht. Die Anforderungen des Landesjugendamtes sind hoch, die Stadt muss nun größere Module kaufen und dafür tiefer ins Portmonnaie greifen. Es geht um einen hohen sechsstelligen Betrag.

SYTHEN

, 12.09.2014, 16:34 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Trägerschaft der neuen Kita mit zehn Plätzen für die U-3- und 20 Plätzen für die Ü-2-Betreuung übernimmt das Deutsche Rote Kreuz. Der Ausschuss Generationen und Soziales stimmte geschlossen zu. Annegret Feldmann (SPD) schränkte allerdings ein: „Wir sehen das Verfahren kritisch, weil die Stadt mit nur einem Träger gesprochen hat.“ Weil der Gedanke der Trägervielfalt in Sythen aber schon hinreichend berücksichtigt sei, so Jugendamtsleiter Gisbert Drees, habe die Verwaltung das Deutsche Rote Kreuz, das bereits einen Vier-Gruppen-Kindergarten in Sythen-Lehmbraken führt, in Betracht gezogen. Stadt und katholische Kirche wollten sich über die bestehenden Einrichtungen hinaus nicht engagieren. Die Stadt allerdings zahlt den vom Träger zu übernehmenden Eigenanteil an den Betriebskosten, denn das DRK ist als so genannter finanzschwacher Träger anerkannt. 27 000 Euro sind dafür in den Haushaltsentwurf 2015 eingestellt.

„Die Weichen für einen baldigen Baubeginn sind gestellt“, schloss Gisbert Drees das erste Kapitel des Projektes. Aber aufgrund der langwierigen Verhandlungen mit dem Landesjugendamt verzögert sich die Fertigstellung. „Zur Zeitschiene wage ich keine Aussage zu treffen, im November jedenfalls werden die Kinder noch nicht einziehen können.“

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