Alterspräsidentin Marlies Breuer nahm Andreas Stegemann den Amtseid ab. © Jürgen Wolter
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Stegemann: „Bürgermeister von Haltern zu sein, ist ein Meilenstein“

Sein Vorgänger hat ihm den Rathausschlüssel überreicht, er hat den Amtseid geleistet, nun beginnt für Bürgermeister Andreas Stegemann (CDU) der Alltag. Seine drei Kinder sind nah bei ihm.

Bürgermeister Andreas Stegemann reflektiert am Mittwoch um 12.22 Uhr, seiner ersten freien Minute des Tages, im Gespräch mit der Halterner Zeitung die Ratssitzung des Vorabends. „Der schönste Moment war der, in dem ich den Amtseid geleistet habe. Dokumentiert diese Zeremonie doch nach außen: Jetzt geht es los“, erzählt Andreas Stegemann. Und schließlich seien das keine hohlen Phrasen, er habe die Eidesformel mit Herzblut nachgesprochen: „…dass ich das mir übertragene Amt nach bestem Wissen und Können verwalten, …meine Pflichten gewissenhaft erfülle und Gerechtigkeit gegenüber jedermann üben werde…“ So stelle er sich seine Amtszeit tatsächlich vor.

Mit der Übernahme des Bürgermeisteramtes beginnt für Andreas Stegemann (40) ein neuer Lebensabschnitt. „Das ist ein Meilenstein für mich“, freut sich der Jurist über den Wahlsieg am 13. September. Von allen Fraktionen gab es Blumen, Zuspruch und von einigen auch Hochprozentiges für schwerere Tage.

Die Kinder malten ein Bild für das Bürgermeisterbüro

Seine Kinder Johannes (7), Paula (4) und Charlotte (2) haben ihrem Papa zusammen ein Bild gemalt. Das kam natürlich mit ins Bürgermeisterbüro. An jenen Ort, an dem Andreas Stegemann fortan viel Zeit verbringen wird. Außerdem steht auf dem Schreibtisch eine Tasse mit dem Konterfei seiner Familie. Daraus trinkt Andreas Stegemann morgens im Büro den ersten Kaffee, wenn er mit seinem Team den Tag bespricht.

Die Repräsentationstermine fallen wegen Corona in nächster Zeit alle aus. Und trotzdem habe er einen Berg an Arbeit, sagt Andreas Stegemann. Die steigenden Coronazahlen überlagerten zwar alles, doch aktuell stünden beispielsweise auch die Vorbereitungen der Ausschuss-Sitzungen an.

Ein großes Thema werde, wie schon vor der Wahl, die Bautätigkeit in Haltern sein, der Widerstreit zwischen überdimensionalem Bauen und Bewahrung des kleinteiligen Stadtbildes. Das habe er aus ersten Gesprächen bereits mitgenommen.

Wenn der Sohn einen Tag Bürgermeister wäre…

Kontakte zu Bürgern will der Bürgermeister in der nächsten Zeit per Telefon oder über soziale Medien halten. „Obwohl mir persönliche Begegnungen viel lieber sind“, sagt er. Andreas Stegemann, nach Josef Paris der zweite Bürgermeister der Birkenstraße, ist schon gefragt worden, ob er an den Umzug in ein größeres Zuhause denke.

„Auf keinen Fall, wir als Familie sind glücklich in einem Mehrgenerationenhaus.“ Stegemann wird auch in der Gemeinde St. Laurentius weiter Lektor bleiben, solange man ihn eben haben wolle. „Ich möchte mein persönliches Leben gar nicht ändern, hier in Haltern bin ich verwurzelt.“

Sohn Johannes ist kürzlich frühmorgens auf dem Schulweg gefragt worden, was er tun würde, wenn er seinen Papa einen Tag als Bürgermeister ersetzen dürfte. Seine – sicherlich dem frühen Aufstehen-Müssen geschuldete – Antwort: „Wenn ich das könnte, würde ich die Schule abreißen!“ Aber so viel Macht hat auch ein Bürgermeister nicht.

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Elisabeth Schrief

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