Streit um Gelbe Säcke entflammt aufs Neue

Kritik an Veolia

Der schwelende Streit um die Verteilungspraxis der Gelben Säcke in Haltern reißt nicht ab. Während die Entsorgungsfirma Veolia die Meinung vertritt, die Vorräte seien ausreichend, die Halterner aber zu verschwenderisch damit, meinen die Halterner, die Veolia geize mit Säcken.

HALTERN

von Von Elisabeth Schrief

, 29.11.2013, 16:46 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mangelndes Umweltbewusstsein wirft die Veolia den Halternern vor, die angeblich zu verschwenderisch mit den Gelben Säcken hausieren gehen.

Mangelndes Umweltbewusstsein wirft die Veolia den Halternern vor, die angeblich zu verschwenderisch mit den Gelben Säcken hausieren gehen.

Am 19. November hat Veolia alle Verteilerstellen noch einmal angeliefert, am 26. November die nächste Bestellung aufgenommen. Anfang der Woche wird Nachschub gebracht. 

Der Veolia Umweltservice, versorgt seit 2011 Städte wie Haltern von Herne aus mit Gelben Säcken. Und hat eine Menge Ärger damit. „Von vielen Menschen werden sie wie ein Geschenk des Himmels mitgenommen“, stellt Gottfried Baron süffisant fest. In Haltern sei inzwischen ein krasses Missverhältnis zwischen Sammelvolumen und Verbrauch von Gelben Säcken entstanden. Familie Büsen machte sich gestern vergeblich auf die Suche nach den dünnen Plastiksäcken, so wie andere Halterner auch. Ein Anruf bei Veolia konnte sie nicht beruhigen. „Da sagt mir ein Mitarbeiter glatt, Haltern hat keine Säcke verdient“, wundert sich Hanno Büsen.

So krass drückt sich Gottfried Baron nicht aus. Aber er vermisst notwendiges Umweltbewusstsein. „Die Gelben Säcke werden vermeidbar fehlgenutzt“, sagt der Betriebsleiter nüchtern. Das rechnet er vor. 2012 habe Veolia über die Verteilerstellen 470  Kartons mit je 60 Rollen nach Haltern gebracht. Auf einer Rolle befinden sich immer 13 Säcke. Anfang 2013 verteilte der Umweltdienstleister statt der vorgeschriebenen zwei sofort drei Rollen pro Haushalt und bis jetzt 530 Kartons an die Verteilerstellen.

Diese 20-prozentige Steigerung sei eine enorme Kostenbelastung. „Ein zusätzlicher Service, der für uns richtig teuer ist“, macht Baron deutlich. Diesen hohen Verbrauch, den Veolia in Haltern schon immer bemängelte, führt Gottfried Baron auf die Zweckentfremdung der Säcke zurück. Oft würden sie dafür verwendet, leere Pfandflaschen zu entsorgen und anstatt die leeren Säcke wieder mit nach Hause zu nehmen, würden sie einfach weggeschmissen. „Aber Gelbe Säcke stehen nicht unbeschränkt zur Verfügung.“

Am 19. November hat Veolia alle Verteilerstellen noch einmal angeliefert, am 26. November die nächste Bestellung aufgenommen. Anfang der Woche wird Nachschub gebracht. 

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt