Stück "Alkohölle" zeigt Weg aus der Sucht

HALTERN "Alkohölle" heißt das Stück, das Beate Albrecht geschrieben hat, erarbeitet mit Selbsthilfegruppen für trockene Alkoholiker sowie Drogen- und Suchtberatungsstellen. Am Dienstag wurde es im Trigon aufgeführt.

von Von Elke Rüdiger

, 15.01.2008, 18:00 Uhr / Lesedauer: 1 min
<p>Das Ensemble "theaterspiel" begeisterte die Hauptschul-Achter: Sabrina Ullrich als Lena (l.) und Beate Albrecht als Tante Maxi zoffen sich. Lena ist Halbwaise, unzuverlässig und Alcopops zugeneigt. Wenn es aber um Alkohol geht, dreht Maxi durch. Das, was Lena nicht weiß: Ihr Vater verunglückte am 12. Mai tödlich - nach einer Feier, bei der viel Alkohol floss...  Rüdiger</p>

<p>Das Ensemble "theaterspiel" begeisterte die Hauptschul-Achter: Sabrina Ullrich als Lena (l.) und Beate Albrecht als Tante Maxi zoffen sich. Lena ist Halbwaise, unzuverlässig und Alcopops zugeneigt. Wenn es aber um Alkohol geht, dreht Maxi durch. Das, was Lena nicht weiß: Ihr Vater verunglückte am 12. Mai tödlich - nach einer Feier, bei der viel Alkohol floss... Rüdiger</p>

"Alkoholgefährdet? Ich? Nee. Mit 16 Jahren ist man doch kein Alki, trink ja nur am Wochenende. Wenn ich will, kann ich vier Wochen total ohne auskommen." Der Selbstbetrug, der hinter vielen dieser Aussagen steht, wird immer wieder in Gesprächen mit trockenen Alkoholikern und Suchtberatungsstellen bestätigt.

 Das Wittener Ensemble "theaterspiel" provoziert mit seinem Stück "Alkohölle" ein Überdenken des eigenen Konsums und zeigt Gefahren für jugendliche Konsumenten auf. Dabei treffen die Schauspieler mitten ins Leben, mit von der Partie ist Peter Peiseler. 90 Achtklässlern der Joseph-Hennewig-Schule stellte er sich gestern so vor: "Ich bin alkoholkrank, aber seit 19 Jahren trocken."

Inhalt

Kurz zum Inhalt: Lena,19, macht ein Praktikum in der Werbeagentur ihrer Tante Maxi und ist allein im Büro, als der Auftrag einer Spirituosenfirma hereinkommt. Ein neuer Alcopop soll beworben werden. Lena nimmt an - sie und ihre Clique trinken viel und gerne, sie kennt sich also aus. Als Maxi von diesem Auftrag erfährt, will sie ihn ablehnen: Alkohol wird von ihrer Agentur aus nicht beworben. Ein Streit entsteht, und Lena erfährt eine Geschichte, die alles andere als lustig ist, die sie berührt und zum Nachdenken bringt...

Der Theatergruppe gelang es, das beklemmende Thema in flotter und kurzweiliger Weise zu behandeln, ohne den moralischen Zeigefinger zu erheben. Spannung und Anteilnahme der Jugendlichen sorgten für aufmerksame Stille. Im Nachgespräch mit den Schauspielern ging es um Möglichkeiten und Chancen eines suchtfreien Lebens, um das Risiko, in eine "Alkohölle" zu rutschen, und wie man von "zu viel Teufelszeug" wieder los kommt.

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