Das Sythener Alloheim hat einen zweiten Corona-Todesfall zu beklagen. © Ingrid Wielens
Seniorenwohnheim

Sythener Alloheim beklagt zweiten Corona-Todesfall – weitere Infizierte

Ein zweiter Bewohner des Alloheims ist im Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Auch die Zahl der positiv getesteten Bewohner der Einrichtung ist gestiegen.

Das Alloheim in Sythen beklagt einen zweiten Corona-Todesfall. Ein Bewohner der Einrichtung, der sich zuletzt im Krankenhaus befand, ist im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Zum Alter des Mannes konnte eine Sprecherin der Alloheim Senioren-Residenzen SE am Montag keine näheren Angaben machen. Im Dezember war bereits eine 81 Jahre alte Heimbewohnerin in der Einrichtung gestorben.

Ende Dezember hatte das Alloheim insgesamt vier Bewohner gemeldet, darunter auch die 81-Jährige. Am 29. Dezember hatte der Kreis Recklinghausen den traurigen Todesfall in seine offizielle Statistik aufgenommen.

Zu dem Zeitpunkt befand sich der nun verstorbene Senior im Krankenhaus. „Dort ist er auch verstorben“, erklärte die Alloheim-Sprecherin. „Hier gilt unser stilles Gedenken den Verstorbenen, wir fühlen mit den Angehörigen und sprechen ihnen unsere tiefe Anteilnahme aus.“

Zahl der Todesopfer in Haltern steigt auf vier

In der Statistik des Kreises werden bislang nur die 81-Jährige sowie ein 82-jähriger Halterner aufgeführt. In den amtlichen Mitteilungen des Kreises noch nicht gemeldet sind dagegen der zweite Todesfall im Alloheim sowie ein 86-Jähriger, der am 22. Dezember im Sixtus-Hospital starb. Hierzu ein ergänzender Hinweis: Die Kreisverwaltung meldet die Todesfälle immer erst, wenn auch eine schriftliche Bestätigung vorliegt.

Sechs Alloheim-Bewohner sind mit dem Virus infiziert

Wie die Sprecherin des Alloheims gegenüber der Halterner Zeitung weiter informierte, ist die Zahl der Covid-19-Infizierten im Sythener Seniorenheim inzwischen auf sechs gestiegen. Betroffen seien ausschließlich Bewohner der Einrichtung. „Alle Mitarbeiter sind zurzeit negativ“, hieß es.

Das Team der Einrichtung unternehme im Kampf gegen das Virus alles, was möglich sei. Weiterhin gelte ein umfangreiches Isolations- und Quarantänekonzept. Alle positiv getesteten Bewohner würden in der Einrichtung unter Zimmerquarantäne gestellt. Für die gesamte Einrichtung gelte: Mahlzeiten werden vornehmlich nur noch auf den Zimmern ausgegeben. „Das Verständnis für diese Maßnahmen ist bei den Bewohnern durchweg positiv“, sagte die Sprecherin. Ein Großteil der Bewohner habe sich sogar freiwillig in die Zimmerquarantäne begeben.

Die Mitarbeiter im Alloheim, auch die Reinigungskräfte, seien wohnbereichsbezogen eingeteilt, arbeiteten also ausschließlich in dem ihnen zugewiesenen Wohnbereich. Alle Bewohner der Einrichtung würden zudem engmaschig beobachtet. Nach Angaben der Sprecherin dürfen positiv getestete Bewohner aktuell keine Besuche empfangen, alle anderen Bewohner „im Rahmen unseres Hygienekonzeptes“ allerdings schon.

Über die Autorin
Redaktion Haltern
Geboren in Dülmen, Journalistin, seit 1992 im Medienhaus Lensing - von Münster (Münstersche Zeitung) über Dortmund (Mantelredaktion Ruhr Nachrichten) nach Haltern am See. Diplom-Pädagogin und überzeugte Münsterländerin. Begeistert sich für die Menschen und das Geschehen vor Ort.
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Ingrid Wielens

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