Tempo-50-Schild an B58 abgeknickt: Wieso warnt es vor dem Blitzer?

mlzWeseler Straße

Das Tempo-50-Schild an der Weseler Straße (B58), das Unbekannte in der letzten Woche abgeknickt hatten, warnt vor einer Radarkontrolle. Wer hat das angeordnet? Der Kreis verrät den Hintergrund.

Haltern

, 05.06.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Unbekannte hatten in der vergangenen Woche das Tempo-50-Schild auf der Weseler Straße (B58) in Richtung Haltern am See, kurz vor der Radarkontrolle, abgeknickt. Weder das Tempolimit noch der Hinweis auf den Starenkasten an der rechten Straßenseite waren für Verkehrsteilnehmer kurzzeitig sichtbar - mutmaßlich seit Donnerstag. Straßen NRW stellte es am Freitag (30. Mai) wieder auf.

Doch warum warnt überhaupt ein Extra-Schild vor der Radarkontrolle? An anderen Stellen im Stadtgebiet gibt es keine Warnhinweise vor stationären Blitzern.

Verkehrsteilnehmerin hatte Beschilderung bemängelt

Jochem Manz, Pressesprecher des Kreises Recklinghausen, hilft weiter: „Vor einigen Jahren gab es einen Erlass des Verkehrsministeriums. An der Weseler Straße wurde daraufhin die Beschilderung verändert.“

Der Hintergrund war folgender: Eine Verkehrsteilnehmerin habe die „alte“ Beschilderung bemängelt, hieß es damals aus der Pressestelle des Ministeriums für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr in NRW. Im September 2014 kam es unter Federführung der Bezirksregierung mit den zuständigen Behörden zu einem gemeinsamen Ortstermin.

Geschwindigkeitsregelung verändert

Dabei wurde laut Ministerium festgestellt, dass die damalige Geschwindigkeitsregelung in Fahrtrichtung Haltern am See auf dem Teilabschnitt von der Zufahrtsstraße „Annaberg“ bis rund 100 Meter vor dem stationären Blitzer geändert werden könne.

Jetzt lesen

Im Zuge dessen entschied das Ministerium, dass eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 50 km/h im Zulauf auf die Fußgängerampel erforderlich ist. Vorher war dort Tempo 70 erlaubt. Auf dem außerorts gelegenen Streckenabschnitt der B 58 in diesem Bereich stellte man eine besondere Gefahrenlage für die schwächeren Verkehrsteilnehmer fest - besonders für die Schüler, die zu den beiden Bushaltestellen unterwegs waren und eine Fußgängerampel überqueren müssen.

Dadurch sei auch den Einsatz des Starenkastens gerechtfertigt, um „in diesem sensiblen Bereich ein angemessenes Geschwindigkeitsniveau zu erzielen und die durch den Fahrverkehr verursachten Gefährdungen zu minimieren“, hieß es derzeit aus dem Ministerium.

Hinweis-Schilder auf beiden Seiten der Straße angebracht

In dem Zuge wurde auch das Schild „Radarkontrolle“ unter dem 50-km/h-Schild angebracht. Außerdem weist ein Schild auf die Fußgängerampel hin.

Desweiteren wurde damals veranlasst, dass die Hinweis-Schilder auf beiden Seiten der Straße aufgestellt wurden. Die Verkehrsregelung sollte so noch besser erkennbar sein. Umgesetzt habe die Maßnahmen dann schließlich die Bezirksregierung Münster, so Kreis-Pressesprecher Jochem Manz.

Lesen Sie jetzt