Trockener Sommer: Darum hat Straßen NRW die Bäume an der Münsterstraße zurückgeschnitten

mlzBaumkontrollen

Straßen NRW und die Stadt kontrollieren regelmäßig den Zustand der Bäume in Haltern. An der Münsterstraße hat Straßen NRW die Bäume jetzt relativ radikal beschnitten. Das sind die Gründe.

Haltern

, 10.12.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach zwei trockenen Sommern haben auch die Bäume gelitten. Am Samstagnachmittag stürzte in Herten eine Buche auf ein fahrendes Auto und verletzte die Insassen zum Teil schwer. Auch in Haltern war Straßen NRW im Bereich der Münsterstraße aktiv, um Straßenbäume zu beschneiden.

„Diese Maßnahme steht allerdings nicht im Zusammenhang mit dem Fall in Herten“, sagt Bianca Kläsener von der Straßenmeisterei in Marl, die im Auftrag von Straßen NRW die Maßnahmen koordiniert. „Zu unserem Bereich gehören etwa 330 Straßenkilometer, die wir von Marl aus betreuen“, so Kläsener.

Straßenbäume werden alle zwei Jahre kontrolliert

Und Peter Beiske, Pressesprecher von Straßen NRW, ergänzt: „Der Rückschnitt an der Münsterstraße gehört zu den üblichen Maßnahmen der Bestandspflege. Unsere Baumkontrolleure sind an allen Straßen unterwegs, die in unseren Zuständigkeitsbereich fallen. Die Bäume werden im Zweijahresrhythmus kontrolliert. Auch an der Münsterstraße waren trockene Äste festgestellt worden. Deshalb haben wir die Maßnahme angeordnet.“

Auch die Stadt überprüft die Bäume regelmäßig

Die Stadt Haltern kontrolliert die Bäume an den städtischen Straßen und in den Parks sogar zwei Mal pro Jahr. „Und zwar einmal im belaubten und einmal im entlaubten Zustand“, so Stadtsprecher Georg Bockey.

Insbesondere an Ahornbäumen und an Birken sind dabei schon Schäden durch die Trockenheit festgestellt worden. „Auch Fichten und Kastanien weisen Schäden auf, die sind aber vorrangig auf Schädlinge zurückzuführen“, so Georg Bockey. Trotz aller Kontrollmaßnahmen könne man aber nicht komplett ausschließen, dass Bäume umstürzen oder Äste abbrechen.

Buchen und Fichten sind besonders betroffen

Einige Baumarten sind durch die Trockenheit der beiden letzten Jahre besonders geschädigt worden. „Das betrifft vor allem die Buchen in einigen Lagen und außerdem die Fichten“, sagt Kersten Blaschczok, der Leiter des Forsthofes Haard.

Fichten haben besonders gelitten, viele von ihnen sind abgestorben. Allerdings bestehe auch bei einer abgestorbenen Fichte nicht akut die Gefahr, dass sie umstürze, so Blaschczok. „Experten gehen davon aus, dass der Baum durchaus noch drei Jahre stehen bleibt“, so der RVR-Förster.

Bei trockenen Buchen besteht allerdings die Gefahr, dass auch größere Äste abbrechen und herunterfallen. „Deshalb sollte man auch nicht einfach eine trockene Buche mit der Motorsäge von Hand fällen“, warnt Blaschczok. Dabei könnten große Äste abbrechen und zur Gefahr werden.

Lesen Sie jetzt