Truppenübungsplätze: Platz für 100 Flüchtlinge

Bürogebäude als Unterkunft

Am Donnerstag wurde der Nutzungsvertrag für die Bürogebäude der britischen Streitkräfte am Stockwieser Damm von der Stadt und der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben unterschrieben. Er ist auf vier Jahre bis zum 31. Juli 2019 befristet. 100 Flüchtlinge können hier untergebracht werden.

HALTERN

, 14.08.2015, 16:20 Uhr / Lesedauer: 1 min
Truppenübungsplätze: Platz für 100 Flüchtlinge

Die Stadt und die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben haben einen Nutzungsvertrag für die Bürogebäude der britischen Streitkräfte unterschrieben. Bis zu 100 Flüchtlinge können dort untergebracht werden.

Die Stadt kann kurzfristig 50 000 Euro mehr für die Ausstattung von Flüchtlingsunterkünften mit Haushaltsgeräten ausgeben. Das genehmigte der Stadtrat einstimmig auf seiner Donnerstagssitzung.

Aktuelle Zahlen

Bürgermeister Bodo Klimpel gab zu diesem Tagesordnungspunkt einen Sachstandsbericht zur aktuellen Flüchtlingssituation in Haltern am See. Zurzeit leben hier 302 Flüchtlinge, rund die Hälfte stammt aus den Balkanstaaten. „Pro Woche kommen etwa 20 hinzu,“ so Klimpel.

Deshalb bereitet die Stadt weitere Maßnahmen zur Unterbringung vor:

  • Die Asylunterkunft an der Recklinghäuser Straße kann nicht aufgegeben werden, auch wenn die Politiker dies befürworten würden. Beate Pliete (SPD): „Das Gebäude ist alt und auf“.
  • Die Stadt bereitet sich auf die Planung und Errichtung einer weiteren Unterkunft am Lorenkamp vor.
  • Zurzeit wird nach geeignetem Gelände für die mögliche Errichtung einer Zeltunterkunft noch in diesem Jahr gesucht.
  • Die Stadt führt außerdem Gespräche mit der RAG über mögliche Nutzungen von ehemaligen Betriebsgebäuden als Erstunterkünfte.

Bodo Klimpel und auch die Vertreter der Fraktionen dankten ausdrücklich allen haupt- und ehrenamtlichen Helfern, die sich in den vergangenen Monaten in der Arbeit mit den Flüchtlingen engagiert haben.

Er hoffe nach wie vor, dass Bund und Land die Kosten für die Errichtung der Gebäude übernehmen, sagte Bürgermeister Bodo Klimpel. „Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, aber es besteht weiterhin die Gefahr, dass wir auf den Kosten sitzen bleiben“. 

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