TuS Haltern am See muss beim Spitzenreiter SV Rödinghausen ran

Fussball Regionalliga West

Gegen keinen Verein hat der TuS Haltern in den vergangenen zwölf Monaten öfter gespielt. Am Samstag um 14 Uhr ist der Aufsteiger wieder beim Regionalliga-Spitzenreiter zu Gast.

Haltern

von Thomas Braucks

, 28.02.2020, 15:55 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gegen keinen Verein hat der TuS Haltern in den vergangenen zwölf Monaten öfter gespielt.

Gegen keinen Verein hat der TuS Haltern in den vergangenen zwölf Monaten öfter gespielt. © Noah Wedel

„Unser Dauerbrenner“, nennt TuS-Trainer Magnus Niemöller die Partie. Tatsächlich trifft der TuS Haltern in Westfalenpokal und Regionalliga binnen eines Jahres bereits zum vierten Mal auf den SV Rödinghausen.

„Statistisch gesehen spielen wir einmal im Quartal gegen sie“, stellt Niemöller fest. Wogegen der Waltroper prinzipiell nichts hat: „Es muss ja nicht der Westfalenpokal sein. Aber in der Liga würden wir auch weiter gern auf Rödinghausen treffen.“

Zu hohe Auflagen

Der Klub aus Ostwestfalen, hat die Voraussetzungen dafür bereits geschaffen, könnte man sarkastisch anmerken: Der Tabellenführer verzichtet bekanntlich wegen der hohen Auflagen auf den Aufstieg in die 3. Liga. Jetzt muss nur noch der TuS Haltern den Klassenerhalt in der Regionalliga schaffen...

Dass der SV Rödinghausen etwas dazu beitragen will, ist nicht zu erwarten: Trainer Enrico Maaßen und seine Mannschaft scheint die Entscheidung der Vereinsführung nicht umgehauen zu haben.

„Ich kann keinen Spannungsabfall erkennen“, sagt Magnus Niemöller. „Rödinghausen ist weiter sehr lebendig, hat in den letzten beiden Partien sieben Tore geschossen. Das ist eine Mannschaft mit Drittliga-Format und einem super Trainer. Allerhöchste Wertschätzung!“

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Was dem Halternern Mut macht? Nicht nur die ansprechenden Leistungen in 2020 mit sieben Punkten in vier Spielen. Auch die Bilanz gegen Rödinghausen ist genau genommen gar nicht so übel. In der Regionalliga war der Aufsteiger im September beim 1:5 zwar chancenlos.

Im Westfalenpokal aber erzwang der TuS in 90 Minuten zweimal ein Unentschieden. In Rödinghausen unterlag der TuS im Februar 2019 im Halbfinale erst in der Verlängerung mit 0:3, im vergangenen Oktober schied Haltern im Achtelfinale nach Elfmeterschießen (5:6) aus.

„Wir müssen mutig sein“

Um in Ostwestfalen zu bestehen, bräuchte seine Mannschaft schon „ein extrem ehrgeiziges Spiellevel“, sagt Trainer Niemöller: „Nur gut verteidigen wird nicht reichen - wir müssen mutig sein. Wenn du Ehrfurcht zeigst, merkt das eine Mannschaft wie Rödinghausen sehr schnell.“

Die Prognose des Halterner Trainers: „Wenn sie einen normalen Tag haben, wird’s schwer. Wenn sie einen Sahnetag erwischen, wird’s richtig schwer. Hoch gewinnen wir jedenfalls nicht.“

Personell hat der TuS in der Defensive eine Alternative mehr: Tim Forsmann fällt weiter erkrankt aus, dafür ist Noah Korczowski wieder fit und ein Kandidat für einen Einsatz beim Spitzenreiter.

SV Rödinghausen - TuS Haltern, Sa. 14 Uhr, Häcker-Wiehenstadion, Auf der Drift 36, 32289 Rödinghausen
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