Gerade ist auch das Bahnhofsgebäude eingerüstet, weil es saniert wird. © Schrief
Bahnhof Haltern

Umbau des Halterner Bahnhofs: Das kommt im November auf Reisende zu

Die nächste Etappe zur Modernisierung des Halterner Bahnhofs beginnt. Es wird Einschränkungen geben, aber die beste Nachricht für die Reisenden: Die Behelfsbrücke ist bald überflüssig.

In Haltern am See steht die nächste Etappe zur Modernisierung des Bahnhofs an. Für Bahnreisende ist das mit Handicaps verbunden, zum Teil fallen Züge aus. Aber dafür geht es weiter und das Ende der Behelfsbrücke, auf der es eine Reihe von Unfällen gegeben hat, ist eingeläutet.

Ende November werden die sogenannten Gleishilfsbrücken im Bereich der Personenunterführung im eigentlichen Bahnhof ausgebaut. Ab diesem Zeitpunkt trägt die neue Tunnel-Konstruktion die darüber liegenden Gleise. Gearbeitet wird ganztägig, deshalb müssen Gleise gesperrt werden. Als Folge fallen die Regionalexpress-Linien RE 2 und RE 42 vom 25. November 9 Uhr bis 27. November 13 Uhr teilweise aus. Die Bahn organisiert Busse als Ersatz, sie halten auch an allen Bahnhöfen der Linien. Außerdem fahren Schnellbusse zwischen Marl-Sinsen und Nottuln-Appelhülsen.

Sobald die Hilfsbrücken ausgebaut sind, finden Kabeltiefbauarbeiten statt. Deshalb bleibt Gleis 1 auch noch nach dem 27. November gesperrt. Die dort verkehrende S-Bahn-Linie S 9 (abellio) fährt bis zum 30. November mit Einschränkungen.

Der Mittelbahnsteig erhält ein neues Dach

Der Mittelbahnsteig zu den Gleisen 2/3 ist auf einer Länge von 180 Metern bereits modernisiert worden. Seit Mai können Reisende bereits bequem ein- und aussteigen. Die Personenunterführung kann, so ein Bahnsprecher aus Düsseldorf, zumindest im Rohbau, Ende des Jahres für die Bahnkunden freigegeben werden. Die provisorische Behelfsbrücke wird dann nicht mehr benötigt und Anfang 2021 abgebaut. Ab Januar wird die Unterführung mit Boden- und Wandbelägen hübsch gemacht, im zweiten Quartal 2021 will die Bahn hier Vollzug melden.

Das neue Bahnsteigdach auf dem Mittelbahnsteig soll Anfang des Jahres fertig sein. Bis dahin werden auch die restlichen Bahnsteigkanten eingebaut und die Bahnsteigentwässerung beziehungsweise der Kabeltiefbau abgeschlossen. Eine neue Ausstattung mit Vitrinen und Bänken ist dann ebenfalls vorgesehen. Die Aufzüge sollen im zweiten Quartal in Betrieb genommen werden, damit ist der Bahnhof dann vollständig barrierefrei. Darauf warten die Halterner bereits seit Mitte der 1990er Jahre.

Hoher Wasserstand kostete Zeit und Geld

In den Umbau fließen rund 22 Millionen Euro, vier mehr als geplant. Denn der laut Bahn nicht vorhersehbare hohe Wasserstand im Bereich der Personenunterführung musste mit einem speziellen Verfahren abgesenkt werden. Das kostete Geld und Zeit (ein halbes Jahr Verzug). Die Neugestaltung bezahlen Bund, Land NRW mit Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und die Deutsche Bahn.

Trotz des Einsatzes modernster Arbeitsgeräte ist Baulärm leider nicht zu vermeiden, kündigt die Bahn an. Für alle Unannehmlichkeiten bittet sie Anwohner wie auch Bahnreisende um Verständnis.

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Elisabeth Schrief

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