Der Unfall auf der Dorstener Straße hatte am Samstagabend für einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr gesorgt. © Guido Bludau
Ermittlungen der Polizei

Unfall in Lippramsdorf: Mann aus Dorsten (34) droht saftige Strafe

Dem 34-jährigen Dorstener, der am Samstagabend mit seinem Pick-up auf der Dorstener Straße bei Lippramsdorf verunglückte, droht eine saftige Strafe. Die Polizei hat weitere Details genannt.

Bei einem schweren Unfall in Haltern-Lippramsdorf hatte sich am Samstagabend ein 34-jähriger Dorstener mit seinem Auto überschlagen. Er verlor auf der Dorstener Straße die Kontrolle über seinen Wagen und landete auf dem Dach im Straßengraben. Die Feuerwehr musste den Mann aus dem Wrack befreien. Er kam ins Krankenhaus. Laut Polizei hatte er keinen gültigen Führerschein, zudem stand er offensichtlich unter Drogen. Ihm waren deshalb Blutproben entnommen worden.

Juristisches Nachspiel

Über das Ergebnis der Blutproben machte die Polizei am Montag keine Angaben. Fest steht aber: Der Unfall dürfte für den Dorstener noch ein juristisches Nachspiel haben. Die Polizei ermittelt in verschiedene Richtungen. Dem Mann droht ein Verfahren wegen mehrerer Delikte – Fahren ohne Fahrerlaubnis, gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr und Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz. „Ihn könnten eine saftige Geldstrafe und womöglich sogar eine Freiheitsstrafe erwarten“, sagt Polizeisprecherin Ramona Hörst.

Wie es genau zu dem Unfall gekommen ist, sei noch unklar. Nach ersten Erkenntnissen war der Dorstener nach rechts von der Fahrbahn abgekommen, nachdem er zuvor einen Baum touchiert hatte. War er unaufmerksam oder mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs? „Unsere Ermittlungen zu dem Unfall dauern an“, sagt dazu Ramona Hörst. „Wir haben das Fahrzeug sichergestellt und am Unfallort Spuren gesichert, die nun vom Fachkommissariat ausgewertet werden.“ Im Unfallwagen sei ein Tütchen mit Drogen sichergestellt worden. Hörst: „Hierbei handelt es sich offenbar um Amphetamine.“

Schutzengel gehabt

Über den aktuellen Gesundheitszustand des Mannes sind laut Polizei keine weiteren Details bekannt. Er war schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht worden. Laut Aussagen von Polizei und Feuerwehr muss der Dorstener aber „einen Schutzengel“ gehabt haben. So hätte der Unfall wohl noch deutlich schlimmer ausgehen können. Nur durch Zufall seien keine Unbeteiligten zu Schaden gekommen.

Wie geht es nun weiter? Nach Abschluss der polizeilichen Ermittlungen wird der Fall auf dem Schreibtisch der zuständigen Staatsanwaltschaft landen. Diese muss dann über eine mögliche Anklage entscheiden.

Zur Unfallaufnahme war die Dorstener Straße am Samstagabend im Bereich der Unfallstelle über einen längeren Zeitraum komplett gesperrt worden. Trümmerteile waren im Umkreis von rund 30 Metern auf der Fahrbahn verteilt. Die Polizei leitete den Verkehr um.

Über den Autor
Redaktion Haltern
1982 in Haltern geboren. Nach Stationen beim NRW-Lokalfunk, beim Regionalfernsehen und bei der BILD-Zeitung Westfalen 2010 das Studium im Bereich Journalismus & PR an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen erfolgreich beendet. Sportlich eher schwarz-gelb als blau-weiß orientiert. Waschechter Lokalpatriot und leidenschaftlicher Angler. Motto: Eine demokratische Öffentlichkeit braucht guten Journalismus.
Zur Autorenseite
Daniel Winkelkotte

Der neue Lokalsport-Newsletter für das Münsterland

Immer dienstags und freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.