2018 gab’s deutlich mehr Unfälle und mehr Verletzte auf den Halterner Straßen

mlzUnfallstatistik

Die Präventionsarbeit der Polizei hat keinen Erfolg gezeigt. Die jetzt veröffentlichte Unfallstatistik zeigt, dass die Zahl der im Straßenverkehr Verunglückten in Haltern gestiegen ist.

Haltern

, 27.02.2019, 16:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist nicht sicherer geworden auf Halterns Straßen. Das macht der Unfallbericht des Polizeipräsidiums Recklinghausen für 2018 nur allzu deutlich. In vielen Kategorien von den Unfällen insgesamt bis hin zu den Verunglückten sind die Zahlen gestiegen.

So wurden in Haltern im vergangenen Jahr 1138 Unfälle aufgenommen. Ein Jahr zuvor waren es nur 917. 148 Unfallopfer wurden gezählt. Darunter waren 30 junge Erwachsene. Das sind zwölf mehr als im Vorjahr.

Ein 43-jähriger Motorradfahrer kam ums Leben, als er auf der Merfelder Straße in Lavesum aus einer Kurve getragen wurde, mit dem Krad gegen eine Leitplanke und mit dem Kopf gegen das Betonfundament einer Brücke prallte. 34 Personen wurden schwer verletzt (2017 waren es 24), 113 (84) erlitten leichte Verletzungen.

Fehler beim Abbiegen und Wenden

Die Polizei gibt an, dass Fehler beim Abbiegen und Wenden zu den häufigsten Unfallursachen gehören. Außerdem sei ein Anstieg der Unfälle zu verzeichnen, bei denen die Nutzung eines Smartphones eine Rolle spielt.

Die Zahl der verunglückten Radfahrer stieg von 34 (2017) auf 54 an. Hier ist laut Polizei die Unfallentwicklung bei den Pedelec- und E-Bike-Nutzern auffällig. „Ein Grund dafür ist der weiterhin sprunghafte Anstieg von Neuanschaffungen technisch unterstützter Fahrräder“, heißt es als Begründung.

Steigende Zahlen werden auch bei den verunglückten Kradfahrern in Haltern gemeldet. 2018 waren es 21, im Vorjahr 18. Ebenfalls nach oben zeigt die Kurve bei den Verkehrsunfällen unter Drogen- oder Alkoholeinfluss. In 24 Fällen standen Fahrer 2018 unter Einfluss rauschhafter Mittel, 2017 waren es 13.

Mehr Unfallfluchten registriert

Ebenfalls unerfreulich sind die Angaben für die Verkehrsunfälle mit Unfallflucht. Hier meldet die Polizei einen Anstieg von 215 auf 236.

Auch die Autobahnpolizei Münster, die für den Abschnitt der A 43 auf Halterner Gebiet zuständig ist, unterstreicht mit ihrer Statistik dieses trübe Gesamtbild. Die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle auf den Strecken in ihrem Verantwortungsbereich ist gegenüber dem Vorjahr um 19,8 Prozent auf 5120 gestiegen.

Auch Autobahnunfälle sind mehr geworden

Bei der Anzahl der Verkehrsunfälle, bei denen Personen zu Schaden kamen, ist eine Zunahme um 6,1 Prozent auf aktuell 500 Unfälle zu verzeichnen. 2018 wurden dabei 794 Menschen (2017: 760) verletzt. Zehn Personen starben in 2018 bei Verkehrsunfällen auf den Autobahnen, deutlich mehr als die vier im Jahr zuvor).

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